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Hilferuf aus dem Freibad

Obernkirchen Hilferuf aus dem Freibad

Das ist dumm gelaufen: Die Freibadesaison 2014 liegt in den allerletzten (Schwimm-)Zügen – da gibt der Kassenautomat seinen Geist auf. „Irreparabel“, attestiert Organisationsleiter Andreas Pröpper. Jetzt muss dringend ein Ersatzgerät her. Nur: Das kostet 19000 Euro – und die hat das Sonnenbrinkbad nicht.

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Streikt zur Unzeit: Der Kassenautomat hat seinen Geist endgültig aufgegeben: Andreas Pröpper, Walter Ostermeier und Robert Rammelsberg (v.l.n.r.) werben bei den Badegästen um Spenden für ein neues Gerät. 

Quelle: tw

Obernkirchen. In ihrer Not appellieren Pröpper und Robert Rammelsberg, Chef des Fördervereins, nun an die Badegäste in Stadt und Land: „Wir brauchen dringend Ihre Spende!“ Bis zum Saisonauftakt im April 2015 muss das Geld beisammen sein.

 Dass der Kassenautomat „schwächelt“, das ist bereits im Frühjahr offenbar geworden, als das betagte Gerät zum ersten Mal den Dienst verweigerte. „Damals“, sagt Pröpper, „half aber noch eine Reparatur; jetzt dagegen ist das Ding unrettbar hinüber.“ Für Rammelsberg gibt es zwei mögliche Lösungen: „Entweder wir tauschen die Rechnereinheit. Das kostet zar ,nur’ etwa 8000 Euro, hat aber den Nachteil, dass es ab 2018 für das Austauschteil keine Erweiterungs- und Reparaturmodule mehr gibt.“

 Oder aber – zweite Lösung – das Sonnenbrinkbad kauft für 19000 Euro einen komplett neuen Kassenautomaten. Kein „Luxusgerät“, sondern ein Teil, wie es in fast jeder Parkgarage steht. Denn dass im Bad wieder wie ganz früher von Hand kassiert wird, das ist keine Option. „Dafür haben wir derzeit nicht genug Ehrenamtliche“, weiß Walter Ostermeier.

 Von der klammen Stadt ist offenbar kein Geld zu erwarten. „Die hat den Jahreszuschuss erst unlängst für die Dauer von fünf Jahren auf bis zu 92000 Euro erhöht“, erinnert Rammelsberg. „Noch dazu hat sie erst kürzlich den Austausch der Elektrolysezellen mit 38000 Euro finanziert“, ergänzt Pröpper dankbar.

 Daher hofft das Team des Bades nun auf die Solidarität seiner Gäste. „Jeder Euro zählt“, sagen die Ehrenamtlichen – und betonen: „Die Existenz des Sonnenbrinkbades hängt aber nicht an der des Kassenautomaten.“ Geöffnet werde das Bad im April 2015 so oder so. Sollten die 19000 Euro nicht zusammen kommen, soll für 8000 Euro nur die Rechnereinheit getauscht werden. „Das aber“, sind Pröpper und Rammelsberg überzeugt, „wäre wirtschaftlich unvernünftig“. Denn damit ginge das Bad das Risiko ein, vielleicht nur drei Jahre später bei einem Defekt wieder vor demselben Problem zu stehen; dann wären die 8000 Euro in den Sand gesetzt.

 Immerhin: Ein Anfang ist bereits gemacht. Denn die 800 Euro, welche die Malerin Christiane Reckmann dem Förderverein kürzlich aus dem Verkauf ihrer Bilder gespendet hatte, sollen nun als Grundstock für den Kauf des neuen Automaten dienen.

Spenden:   Volksbank in Schaumburg eG, Konto 3610166417, IBAN DE 28255914133610166417, Stichwort: Auch Bargeld wird im Bad gerne angenommen,

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