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Historische Schlosserei Bornemann öffnet ihre Pforte

„Es riecht hier richtig nach Schmiede“ Historische Schlosserei Bornemann öffnet ihre Pforte

Zu einem „Tag der offenen Schlosserei“ hatte die an der Neumarktstraße gelegene historische Schlosserei Bornemann – eine Außenstelle des Obernkirchener Museums für Bergbau und Stadtgeschichte – eingeladen.

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Bei der Besichtigung der musealen Schlosserei Bornemann nutzt Dieter Störig (links) die Gelegenheit, auch mal selbst mit dem Hammer ein von Heinz-Jürgen Brandt (Mitte) aus der Schmiedeesse geholtes Eisen zu bearbeiten. Rechts im Bild: Berthold Kasprik.

Quelle: wk

Obernkirchen (wk). Wie schon bei früheren Ausgaben dieser Veranstaltung hatten die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Heinz-Jürgen Brandt und Berthold Kasprik wieder als besondere Attraktion die Schmiedeesse angeheizt.

 Darin brachten sie bei Temperaturen von bis zu 1300 Grad Celsius dünne Eisenstäbe zum Glühen , um diese anschließend mit Hammer und Amboss zu kleinen Nägeln zu verarbeiten. Die Besucher bekamen so einen kleinen Eindruck davon geboten, wie es anno dazumal in dem 1816 von Carl Bornemann gegründeten Handwerksbetrieb zugegangen war. Dies auch deshalb, weil die (sanierte) Schlosserei mit all den alten, technischen Gerätschaften in einem Zustand erhalten respektive hergerichtet worden ist, dass man meinen könnte, sie sei auch heute immer noch in Betrieb.

 Die „gesamte Atmosphäre“ sei toll, berichtete Dieter Störig, der aus Bad Eilsen nach Obernkirchen gekommen war, um sich die historische Schlosserei Bornemann anzuschauen. „Mein Großvater war nämlich Schmiedemeister in Braunschweig, deswegen interessiert mich das doch sehr“, verriet der 75-Jährige. Begeistert war er dabei von dem „ganzen Hightech von früher“ wie etwa der „raffinierten“ Transmission. Dabei handelt es sich um einen an einen Elektromotor angeschlossenen, zentral an der Decke der Werkstatt installierten Riemenantrieb, mit dem auch heute noch von der Bohrmaschine bis zur Drehbank sämtliche in der Werkstatt vorhandenen technischen Geräte mechanisch angetrieben werden können. Und was Dieter Störig bei seinem Besuch ebenfalls gefiel, war ein Erlebnis für die Nase: „Es riecht hier richtig nach Schmiede."

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