Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Hochburg in Nöten

Wahl in Obernkirchen Hochburg in Nöten

War die Bundestagswahl die Trendwende? Der Moment, in dem nicht mehr von einer roten Hochburg Obernkirchen gesprochen werden kann? Ein Minus von 13,81 Prozent hat Marja-Liisa Völlers im Vergleich zum Ergebnis von Sebastian Edathy bei der Wahl 2013 eingefahren.

Voriger Artikel
Kopf-an-Kopf-Rennen
Nächster Artikel
Irische Tradition mit Pop und Jazz
Quelle: pr.

Obernkirchen. Völlers selbst meldete sich auf Facebook: „Für uns als SPD in Nienburg und Schaumburg ist das Ergebnis ein harter Schlag.“

Ein paar Ergebnisse vom Sonntag stechen mit Blick auf die Bergstadt heraus: 17,92 Prozent der Erststimmen für die AfD im Wahlbezirk Feuerwehr Obernkirchen – das sind 69 Stimmen für den Direktkandidaten Pascal Stüber, während Maik Beermann von der CDU hier 114 Stimmen erhielt. Wer will, kann hier ein mögliches Zukunftsszenario ablesen: Die Mischung aus Bürgerärger und Rechtspopulistismus führt die AfD in Prozentsichtweise zu einer der beiden Volksparteien. Bei den Zweitstimmen drückt es sich auch in Zahlen aus: CDU 26,04 Prozent, AFD 16,67 Prozent.

Auch bei den Zweitstimmen gab es nur eine Partei, die im Vergleich zur letzten Bundestagswahl an Stimmen einbüßte: Die SPD, die satte 12,16 Prozentpunkte verlor.

"Kann ich nicht unterschreiben"

Also doch das Ende der jahrzehntelangen SPD-Hochburg? „Das kann ich natürlich nicht unterschreiben“, sagt Jörg Hake als Vorsitzender des Ortsvereins Obernkirchen. Natürlich habe man bei den Zweitstimmen kräftig verloren, gegen den Bundesstrend komme man erfahrungsgemäß nur schwer an. Aber anders als vor vier Jahren sei Beermann nicht als weithin Unbekannter ins Rennen gegangen.

Lange Jahre sei es ja umgekehrt gewesen: Die SPD habe mit Sebastian Edathy den stets direkt gewählten Abgeordneten gestellt, nun habe sich Völlers in der Rolle der eher unbekannten Kandidatin wiedergefunden. Mit Blick auf den Bundestrend sei es für sie „doppelt schwer“ gewesen. Mit Blick auf die nächste Kommunalwahl müsse man sich nun fragen, wie man die AfD wieder aus der Welt bekomme.

Das beste Ergebnis bei den Zweitstimmen fuhren die Grünen im Wahlbezirk Jugendzentrum ein, 9,51 Prozent, und die FDP kam ein einziges Mal auf ein zweistelliges Ergebnis: 11,41 Prozent im Wahlbezirk Volksbank. Und zwei Zahlen fallen ebenfalls noch ins Auge: Bei den Zweitstimmen waren bei der Feuerwehr Röhrkasten und im Mehrzeckraum Gelldorf 100 Prozent aller abgegeben Stimmen gültig, sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen. rnk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg