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Obernkirchen Stadt Hunderte sagen „Hallo“ zum Sonnenhof
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Hunderte sagen „Hallo“ zum Sonnenhof
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00:16 04.10.2013
Der scheidende und der neue Leiter: Werner Hobein (links) und Tobias Schramm mit Therapiehund Felix. Quelle: mig
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Obernkirchen

Es ist eine richtige Feierlawine, die gerade über das Seniorenzentrum Haus Sonnenhof hinwegrollt. Ehrenamtliche, Mitarbeiter, Bewohner – alle sind zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen.

 Da gibt es eine lateinamerikanische Nacht, ein Frühstück, eine Kaffeetafel und einen Festakt. „So ein Anlass muss eben gebührend begangen werden“, sagt der neue Einrichtungsleiter, Tobias Schramme. Eine einzige, große Veranstaltung hält der Nachfolger von Urgestein Werner Hobein für zu unpersönlich.

 Der „Tag der offenen Tür“ bot jedenfalls eine gute Gelegenheit sämtliche Abteilungen kennenzulernen und sich über die im Bau befindliche Wohnanlage „Beeker Mühle“ zu informieren. Dazu kam ein buntes Programm mit Musik von „little jazz“ und artistischen Einlagen des „Kinderzirkus“. Vor allem am Nachmittag nutzten Hunderte von Obernkirchenern das gute Wetter, um „hallo“ zu sagen und den Mitarbeitern und Bewohnern zum runden Geburtstag zu gratulieren. Zu sehen gab es einiges: von Handmassagen über Strickwaren bis hin zum Patchen eines Namenssiegel in die Kleidung. „Alle Mitarbeiter sind einbezogen, wir wollen damit zeigen, dass ein Seniorenzentrum nicht nur Pflege ist und dass es nur gemeinsam geht“, sagt Tobias Schramme.

 Viele Nachfragen gab es zum neuen Lichtkonzept, das sich der Witterung anpasst und so immer genug Helligkeit abgibt. „Das ist sehr wichtig, weil viele Bewohner nicht mehr so gut sehen können“, ließ der frühere Mitarbeiter des DRK wissen. Ein besonderes System mache es möglich, dass keine Schatten entstünden. Also alles eitel Sonnenschein im Seniorenzentrum Haus Sonnenhof? Ja und nein, lautet die Antwort. Ja, weil der diakonische Geist des Hauses über 40 Jahre hinweg erhalten wurde. Und nein, weil die Vergütungen (vor allem für Demenzkranke) nicht mehr der Realität vor Ort entsprechen. Es würden nur körperliche Gebrechen berücksichtigt, schildert Schramme das Problem, nicht aber die intensive Betreuung, die beispielsweise durch eine Weglauftendenz entsteht. „Demenzkranke können sehr fit sein, aber sehr viel Pflege brauchen. Ich hätte mir gewünscht, dass da im Jahr der Pflege mehr passiert“, meint der neue Leiter kopfschüttelnd.

 Pflegedienstleiter Volker Flöttmann sieht das ähnlich. Er wünscht sich mehr Anstrengungen, das Pflegepersonal zu entlasten. „Vor allem die Dokumentation nimmt uns viel Zeit, die bei der Betreuung fehlt“, sagt die examinierte Kraft. Oft könne man sich nur noch auf die Pflege konzentrieren. Andererseits, so Flöttmann, sei Altenpfleger nach wie vor ein schöner Beruf, der viel Freude mache. „Man wird zwar nicht reich, bekommt aber viel zurück.“ Er habe jedenfalls weiter die Hoffnung, dass in Zukunft wieder mehr junge Menschen diesen Beruf ergreifen werden. Das sei vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel „sehr wichtig“. mig

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