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IGS gestaltet Gottesdienste

Schüler machen Theater in der Kirche IGS gestaltet Gottesdienste

Einen vorgezogenen „Weihnachtsgottesdienst“ haben mehrere Hundert Schüler der IGS Obernkirchen in der Stiftskirche gefeiert. Genau genommen waren es sogar zwei Veranstaltungen.

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Mehrere Hundert Schüler der IGS Obernkirchen besuchen die beiden Weihnachtsgottesdienste in der Stiftskirche.

Obernkirchen. Denn um allen jungen Leuten einen guten Blick auf das Geschehen im Altarbereich zu bieten, war die Schülerschaft in zwei Besuchergruppen eingeteilt worden: An der ersten Kirchenfeier um 8.15 Uhr nahmen Schüler der fünften bis siebten Jahrgangsstufe teil, an der 10-Uhr-Ausgabe dagegen die Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe. Gestaltet wurden beide Gottesdienste von Siebt- und Achtklässlern, die einen von der IGS angebotenen Wahlpflichtkurs Theater belegen.

Ein zentraler Programmpunkt des 8.15-Uhr-Weihnachtsgottesdienstes war dabei ein in mehrere Akte unterteiltes Theaterstück. Darin befassten sich drei mit weißen Hemden, Flügeln und Heiligenschein ausstaffierte Engel (gespielt von Lena Fließ, Celina Iselt und Angelo Naumann) mit der Frage, warum sich die Menschen immer wieder streiten, anstatt in Frieden miteinander zu leben. Ferner überlegten sie, wie man dieses Problem denn wohl lösen könne.

„Man muss an sich selber denken, sonst denkt am Ende niemand an einen,“ meinte einer der drei Engel. Und die Menschen können auch gar nicht anders, sie sind einfach so, stellten die geflügelten Himmelsboten fest, um dann zu folgendem Schluss zu kommen: „Die Menschen müssen Gottes Liebe mit dem Herzen verstehen, damit sie auch selbst liebevoller handeln.“

Worauf bei den Engeln der Plan reifte, dass der biblische Gott dessen Sohn, Jesus Christus, auf die Erde schicken solle, um die Menschen zu „überraschen“. Wobei die ganze Geschichte auch Elemente wie etwa die beschwerliche Reise von Maria und Josef, die Geburt Jesu in einem Stall und den Besuch der Hirten beinhalten solle.

Selbst die Zweifler würden dann „überzeugt sein von der Güte Gottes“, indem sie sehen, wie sehr Gott sie liebt. Denn: „Wirklich stark ist, wer auf andere zugeht“, resümierten die Engel. Und jedes Mal, wenn die Menschen diese Geschichte erzählt bekommen, hätten sie die Chance, die Welt zu einem Besseren hin zu verändern.

Besonders gut an dieser Interpretation der biblischen Weihnachtsgeschichte habe ihr der Satz „wirklich stark ist, wer auf andere zugeht“ gefallen, verriet Nora Haarmann, Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Obernkirchen, in einer kurzen Ansprache. Denn das sei „der erste Schritt zum Frieden“.

Bei den Fürbitten gedachten die Schüler Marie Ober, Anneke Wegener und Pia Witte allen Menschen, die unter „katastrophalen Verhältnissen“ leiden und Opfer von Gewalt sind. Ferner baten sie darum, dass die Schüler und Lehrer ihre Konflikte mit Worten und Gesprächen lösen und „weiterhin Frieden“ an der IGS Obernkirchen herrsche. Außerdem wünschten sie sich, dass das Zusammenleben in den Familien frei von Gewalt und bösen Worten sein möge, damit ein besinnliches Weihnachten möglich sei.

Die Schüler des Wahlpflichtkurses Theater, die die Kirchenfeier gestaltet hatten, sind im Vorfeld aufgeregt gewesen, berichtete Annika Zahel, Leiterin des Fachbereiches Religion an der IGS Obernkirchen, später. Aber trotz aller Nervosität sei es gut gelaufen. Mehr noch: „Die haben das echt toll gemacht und sich viel Mühe gegeben.“

„Ich persönlich finde es unglaublich wichtig, den Schülern die Gottesdienstkultur nahezubringen, denn das gehört einfach zu unserer Kultur“, ergänzte Zahel. Gleichwohl sei die Teilnahme an dieser Veranstaltung für die Jungen und Mädchen freiwillig.

Realisiert wurde der Weihnachtsgottesdienst auch mit fachlicher Unterstützung durch Diakonin Christine Lange. Als Regionalkoordinatorin des Projektes „Religion in der Oberschule/Gesamtschule wahrnehmen und begleiten“ der Konförderation der Evangelischen Kirchen in Niedersachen hatte sie der IGS die Aufführung dieses Theaterstückes vorgeschlagen.wk

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