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Im Ernstfall muss man’s im Schlaf können

Gemeinsame Fernmeldeübung durchgeführt Im Ernstfall muss man’s im Schlaf können

Bislang ist Schaumburg zwar von großen Brand- oder Umweltkatastrophen, die einen massiven Einsatz aller Rettungskräfte erfordern, verschont geblieben, dennoch müssen die Rettungskräfte darauf vorbereitet sein.

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An einem der vier Kommunikationsarbeitsplätze im neuen Einsatzleitfahrzeuges des Fernmeldezuges verarbeitet Oliver Willert die während der Übung eingehenden Funksprüche.

Quelle: wk

Obernkirchen. Da im Ernstfall auch die Kommunikation stimmen muss, haben der Fernmeldezug der Kreisfeuerwehr Schaumburg und der Einsatzzug Schaumburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine gemeinsame Fernmeldeübung durchgeführt.

Gleich an mehreren Tagen hatten die Ehrenamtlichen ein Biwak in Obernkirchen aufgeschlagen, um von diesem zentralen Standort aus Fahrten in das Umland zu unternehmen, um etwa von der Kanalbrücke in Rusbend, vom Hafen Wiehagen oder von dem an der Weser gelegenen Ort Porta Westfalica aus Funkverbindungen zu dem in der Bergstadt postierten, mit jeder Menge hochmoderner Funk- und Computertechnik ausgestatteten Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr aufzubauen.

Geübt werde diesmal der Aufbau von Richtfunkstrecken, über die große Datenmengen über Entfernungen von bis zu 60 Kilometern übertragen werden können, erklärte Andreas Bruns, der als Leiter der Fachdienstbereitschaft des DRK-Landesverbandes Niedersachsen und zugleich DRK-Landesbeauftragter für Fernmeldetechnik bei diesem Übungseinsatz die Oberaufsicht inne hatte.

Ergänzend wies er darauf hin, dass die Schwierigkeit beim Aufbau der Funkverbindungen darin liegt, die dafür verwendeten mobilen Antennen sehr genau auf den Zielpunkt in Obernkirchen hin auszurichten, damit die über Land geschickten Funksignale dort auch ankommen. Damit die dabei zu beachtenden Abläufe und Handgriffe bei den rund 20 Teilnehmern buchstäblich „in Fleisch und Blut übergehen“, wurde das Ganze im Verlauf mehrerer Tage immer wieder aufs Neue durchgespielt. „Denn im Ernstfall müssen die das im Schlaf können“, so Bruns.

Von dem gelernten Informationselektroniker Oliver Willert, der sich als ehrenamtlicher Fernmelder bei der Kreisfeuerwehr engagiert, war zu dem im Mittelpunkt der Übung stehenden Einsatzleitwagen zu erfahren, dass dieses auf einem MAN-Fahrgestell rollende, rund 500000 Euro teure Spezialfahrzeug erst seit einigen Monaten zum Fuhrpark des Fernmeldezuges gehört. An Bord befinden sich unter anderem vier komplett eingerichtete PC- und Funkarbeitsplätze mit jeweils drei Computermonitoren, ein Server sowie eine Telefonanlage mit analogen, ISDN- und VoIP-Amtszugängen (Internettelefonie).

Zudem zählen ein netzwerkfähiges Multifunktionsgerät zum Scannen von Dokumenten, Faxen und Drucken, eine vollelektronische Funk-Wetterstation und – last, but not least – ein pneumatisch ausfahrbarer, zehn Meter langer Antennenmast sowie eine sich selbst ausrichtende Satellitenantenne zur Ausstattung.  wk

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