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„Im Mittelfinger wohnt die Wut“

Jin Shin Jyutsu Workshop „Im Mittelfinger wohnt die Wut“

Um die richtige Haltung, konkret die der eigenen Finger, ist es bei einem „Jin Shin Jyutsu“-Workshop gegangen, zu dem die Obernkirchener Stadtbücherei eingeladen hat.

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Finger für Finger erläutert Beate Pansegrau (links) den Workshop-Teilnehmern, wie die „Mudras“ gehalten werden.

Quelle: wk

Obernkirchen. Denn gemäß dieser alten japanischen „Harmonisierungsmethode“ gibt es acht unterschiedliche Fingerhaltungen, „Mudras“ genannt, mittels der man die „Sicherheitsenergieschlösser“ des Körpers aufschließen kann, um Blockaden der Energieströme und damit einhergehende seelische oder körperliche Beschwerden zu beseitigen.

 Das jedenfalls berichtete Beate Pansegrau, die Referentin der im Rahmen der „Kreativ Lust“-Reihe ausgerichteten Veranstaltung. Gleichwohl wies die Obernkirchenerin, die in der Bergstadt eine Praxis für Fußpflege und Wohlfühlmassagen betreibt und Jin Shin Jyutsu als Dienstleistung praktiziert, nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass diese Harmonisierungsmethode nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker ersetzt. Die Anwendung von „Jin Shin Jyutsu“ respektive der „Mudras“ könne vielmehr dazu dienen, „ein paar Tage zu überbrücken, um zu sehen, ob die Beschwerden nicht auch so vergehen“. Sie persönlich war sich aufgrund eigener Erfahrungen indes sicher: „‚Jin Shin Jyutsu‘ funktioniert immer.“

 Wie die Finger gehalten werden müssen, damit die jeweiligen „Sicherheitsenergieschlösser“ geöffnet werden, und welche Beschwerden sich dadurch quasi ins Nichts auflösen lassen sollen, lässt sich übrigens am Beispiel des Mittelfingers recht gut erklären. „Im Mittelfinger wohnt die Wut, das kann man sich ganz einfach merken“, verriet Pansegrau. Und um dieses negative Gefühl zu beseitigen, empfahl sie, den gestreckten Mittelfinger der einen Hand von oben in die leicht geöffnete Faust der anderen Hand zu stecken und ihn auf diese Weise eine ganze Zeit lang ohne großen Druck festzuhalten, bis der Ärger verraucht ist.

 Hierzu passte die Meditationsübung, die Pansegrau zu Beginn des Workshops mit den 15 Teilnehmern (14 Frauen und ein Mann) absolviert hatte: „Allein das Halten der Finger kann uns aus jeder (negativen) Einstellung heraushelfen, wenn wir uns denn die Zeit nehmen“, sagte sie mit monoton-sanfter Stimme im Verlauf eines mehrminütigen Monologs, während ihre Zuhörer die Augen geschlossen hielten.

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