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Obernkirchen Stadt Im Netzwerk Energie einsparen
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Im Netzwerk Energie einsparen
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16:31 10.06.2018
Kann an der Grundschule Energie eingespart werden? Quelle: rnk
Obernkirchen

Das Netzwerkmanagement obliegt der „target gmbH“ Klimaschutzagentur Weserbergland, die für das Netzwerkmanagement und die energietechnische Beratung zuständig ist: Sie kontrolliert unter anderem, wie viel Energie in einigen Gebäuden der kommunalen Liegenschaften verbraucht wird.

Es sind 19 Gebäude der Stadt, die sie untersucht haben, vom Rathaus über die Grundschule, Feuerwehrgerätehäuser, das Museum, das Jugendzentrum und die Friedhofskapelle bis hin zum Baubetriebshof.

Die Jahre 2014 bis 2016 unter der Lupe

Der jetzt vorgestellte Energiebericht nimmt die Jahre 2014 bis 2016 unter die Lupe, der Wärmeverbrauch ist dabei in den drei Jahren deutlich gestiegen, um 42 Prozent. Einen leichten Rückgang gab es beim Stromverbrauch, vor allem bei der Grundschule am Kammweg, dem Baubetriebshof und dem Jugendzentrum.

Mareike Behrens stellt in ihrem Vortrag ein Strom-Wärme-Kosten-Diagramm vor, auf dem sich die 19 Liegenschaften einordnen lassen: Und nur vier verbrauchen weniger Strom und Wärme als vergleichbare Liegenschaften anderer Kommunen: die Dorfgemeinschaftshäuser Vehlen und Gelldorf, die DRK-Baracke und das Feuerwehrgerätehaus Obernkirchen.

Ausgewählt wurden jetzt von der Klimaschutzagentur und der Kommune zehn Gebäude: Monatlich wird bei ihnen die Energie kontrolliert, alle Verbrauchsdaten werden monatlich erfasst und ausgewertet, bei auffälligen Mehrverbrauchen gibt es eine Meldung an die Stadt, inklusive Hinweis auf möglich Instandsetzungen.

Zudem wird eine Betriebsoptimierung vor Ort durchgeführt: Die Hausmeister werden geschult, die Anlagen optimiert, beispielsweise durch die Einstellung von Zeitschaltuhren, von Heizzeiten und -temperaturen, und es gibt Hinweise auf mögliche Instandsetzungen. Eine Heizung, die von 6 bis 24 Uhr im normalen Heizbetrieb läuft, sollte laut Behrens dringend an die Nutzungszeiten angepasst werden. „Da heizen Sie die halbe Nacht unnötig durch“, befand sie im Ausschuss.

Hocheffizienzpumpen die bessere Lösung?

Ermittelt wird auch, ob alte Pumpen noch wirtschaftlich betrieben werden oder nicht doch besser gegen neue Hocheffizienzpumpen ausgetauscht werden sollten, sozusagen als Bestandteil der Optimierung. Der Vorteil: Weil es Fördergelder gibt, könnte sich ein Austausch schnell gerechnet haben.

Zehn Gebäude wurden nun ausgesucht, für sie wird die monatliche Verbrauchs-Kontrolle eingeführt oder fortgeführt, anschließend wird für ein ausgewähltes Gebäude ein Sanierungsfahrplan erstellt. Die Laufzeit des Projektes endet am 16. März 2020, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert sowohl Sach- als auch Personalkosten: Im ersten Jahr gibt es einen Zuschuss von 70 und danach mit 50 Prozent.

Das Fördervolumen für alle zehn Kommunen liegt bei 190.000 Euro, das Antragsvolumen beläuft sich auf 327.000 Euro. rnk