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20:15 21.01.2015
„Manana“, auf Deutsch „Morgen“: Eines der Lieblingsbilder von Lonny Deppe aus der aktuellen Schau.tw
Obernkirchen

Seitdem hat die Kunstmalerin mehr als 70 Gemälde geschaffen. Mit 15 davon bestritt Deppe im Oktober 2014 eine Schau in der Obernkirchener Info-Galerie. Jetzt hat die Meerbeckerin nachgelegt: 13 weitere Werke hängen seit Dienstagnachmittag in der Sparkasse am Marktplatz aus. Bis auf die beiden „Rakel“-Bilder, die schon an der Friedrich-Ebert-Straße zu sehen waren, sind sie alle zwischen Oktober und Januar entstanden. Die Farbe ist sozusagen kaum trocken.

 „Abstraktes trifft Realismus“, heißt die aktuelle Schau; es ist die 71. in den Räumen des Geldinstituts und dort bis 4. März zu sehen. Was seit November 2013 gilt, gilt auch noch heute: „Wenn ich eine Leinwand mit Acrylfarben bemale und dafür Pinsel benutze, verwende ich ausschließlich Taklonpinsel, die ich aus England beziehe“, verrät Deppe. Sie sollen die Farbe länger halten. „Ansonsten entstehen meine abstrakten Gemälde mit den Fingern oder mit Küchenpapier.“

 In ihrem Atelier schließt sich die Meerbeckerin nicht selten für eine Woche am Stück ein. „Ihr Mann“, so Geschäftsstellenleiter Joachim Gotthardt bei der jüngsten Vernissage, „sieht sie dann nur zu den Mahlzeiten.“ Derweil kämpft die Kunstmalerin vor ihrer Staffelei mit „Freude, Frust, Stolz und Wut“ – und liefert am Ende Bilder ab, für die sie in der Sparkasse Anerkennung erntet.

 Alle Acryl- und Rakelbilder, die Deppe auf ihre 380 Gramm schweren Leinwände bringt, haben eines gemeinsam: „Sie sind Produkte meiner überschäumenden Phantasie.“ Ihr geht es um das Abbilden von Innenwelten. Deppe selbst hält es dabei mit Willi Baumeister, einem 1955 verstorbenen Malervorbild, der einmal gesagt hat: „Auf der gemalten Fläche spielt sich ein Drama ab, das auf Farben und Formen beruht, Kontrasten, Ergänzungen und Beeinflussungen – und das auf großen Umwegen zu einer Endharmonie gelangt.“

 Wie alle Arbeiten Deppes, sind auch die in der Sparkasse aufgehängten käuflich. Die Malerin nimmt auch Auftragsarbeiten an. Wer will, kann ihr dabei über die Schulter blicken: „Nennen Sie mir einfach Ihre Wünsche“, so die Malerin. „Sie erhalten dann einen Entwurf. Dieser wird dann so lange verfeinert, bis Sie und ich vollkommen zufrieden sind.“tw