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Immer mehr Rentner in Not

Gemeinsam Gutes tun Immer mehr Rentner in Not

 Mit einer Tüte für fünf Euro haben Kunden des Rewe-Marktes in Obernkirchen Bedürftigen eine Freude gemacht. Unter dem Motto „Gemeinsam Gutes tun“ hatte der Handelskonzern bundesweit in den Märkten mit Lebensmitteln gefüllte Einkaufstaschen im Wert von jeweils fünf Euro für Bedürftige verkauft. Die Tüten wurden dann den örtlichen Tafeln gespendet.

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Mit Christian Grey vom Obernkirchener REWE-Markt präsentiert Michaela Hinse die von den Kunden gespendeten „Tafel-Tüten“. wk

Quelle: wk

Obernkrichen.  In dem Obernkirchener Markt kamen dabei in zwei Wochen insgesamt 46 dieser unter anderem mit Spaghetti, Tomatensoße, Tee, Mehl und Speiseöl gefüllten „Tafel-Tüten“ zusammen.

 „Das sind alles haltbare Sachen, die wir sonst eher selten bekommen“, berichtet Michaela Hinse, die beim Kreisverband Schaumburg des Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Koordination der vier regionalen Tafeln zuständig ist. Üblicherweise erhalte man von den spendenden Unternehmen vor allem Obst und Gemüse sowie Backwaren und Molkereiprodukte. Die von den Kunden gestifteten Lebensmittel seien daher eine sehr gute Ergänzung, zumal man einiges davon ja auch zum Adventsbacken verwenden könne.

 Etwa 40 bis 50 Kunden nutzen Hinse zufolge derzeit das Angebot der Obernkirchener DRK-Tafel. In der Vorweihnachtszeit würden es erfahrungsgemäß noch mehr sein. Zum einen, weil durch den Bezug der Lebensmittel von der Tafel, Geld für Weihnachtsgeschenke eingespart werden könne. Zum anderen gebe es zum Jahresende oftmals noch offene Rechnungen, die ebenfalls bezahlt werden müssen.

 Besucht wird die in der Bornemannstraße 1 gelegene Tafel von Menschen zwischen 18 und 80 Jahren, sagt Hinse. Der Anteil der von Altersarmut betroffenen Rentner wachse. Zudem wird die Einrichtung in zunehmendem Maße von in der Bergstadt untergebrachten Flüchtlingen (etwa aus Syrien und Afrika) genutzt.

 Verschenkt werden die Lebensmittel von der Tafel übrigens nicht. Durch einen „symbolischen Betrag“ von 1,50 Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder (limitiert auf fünf Euro pro Familie) wolle man den Menschen das Gefühl geben, dass sie nicht mit einem Almosen bedacht werden, sondern sie die Lebensmittel gekauft haben, erklärt die DRK-Mitarbeiterin.

Von Michael Werk

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