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Immigrant, Musiker und Lehrer

Paul O’Brien im Obernkirchener Stiftssaal Immigrant, Musiker und Lehrer

Der in Kanada lebende Musiker Paul O’Brien ist seit September auf großer Tour, und er lässt seine Zuhörer und Fans in einem Blog daran teilhaben. „All die frische Energie ist inzwischen zu stählerner Ausdauer geworden“, schreibt er dort.

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Wenn die frische Energie zur stählernen Ausdauer geworden ist, macht nur das T-Shirt noch Sorgen: Paul O’Brien.

Quelle: pr

OBERNKIRCHEN. Und: „Die Gedanken drehen sich weniger um die Set-Liste oder welche Zugaben man spielen könnte (wenn denn eine verlangt wird) als um die Frage, wie viele Tage ich das schwarze T-Shirt noch anziehen kann (Antwort: keinen einzigen).“

O‘Brien schreibt Lieder, die man am besten im Irish-Folk-Pop-Bereich einordnen kann. Seine Herbsttour „Where Do You Find Your Wonder“ führt ihn durch ganz Deutschland und die Schweiz. Am kommenden Sonnabend, 29. Oktober, wird er auf Einladung des Kulturfensters Obernkirchen ab 19.30 Uhr im Stiftssaal auftreten.

Auf seiner Tournee präsentiert O‘Brien eine Mischung aus eigenen Stücken, meist autobiografischen Geschichten, die geprägt sind von einem Mix aus traditioneller irischer Musik sowie Elementen aus Pop und Jazz, und seinen Lieblingssongs kanadischer Songwriter.

Kanada kann bekanntlich einige Großmeister aufweisen – und O‘Brien hat ihre bekanntesten Lieder im Gepäck: Neil Young („Long may you run“), Leonard Cohen („Halleluja“, Joni Mitchell („Big Yellow Taxi“) oder Gordon Lightfoot („If you could read my mind“).

Mit Wut und Trauer über Folgen von Ignoranz

Die Kombination aus seinen Erfahrungen als Immigrant, Musiker und Lehrer, aus seinem Instinkt für Humor und für das Erzählen von Geschichten sowie aus seiner Empathie für Außenseiter macht ihn zu einem einfühlsamen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Künstler.

O’Brien singt mit Wut und Trauer über Folgen von Ignoranz und mit Freude und Dankbarkeit über seine neu gewonnene Heimat auf Vancouver Island. Er erzählt Geschichten über Familie, Liebe, über das Gefühl der Fremdheit als Auswanderer, über die Einsamkeit, wenn man sein Zuhause verlässt und an einem fremden Ort neu beginnt, und über unverbesserlichen Optimismus und den Reiz neuer Abenteuer.

Der Musiker wurde 1966 in England geboren und irisch katholisch erzogen. Er verbrachte die ersten 20 Jahre seiner Musikerlaufbahn in Pubs, auf Festivals und privaten Konzerten und brachte seine traditionelle keltische Musik nach England und in die USA. 2004 wandte er sich kreativ ausgebrannt von der Musik ab, verließ mit seiner Familie das Vereinigte Königreich und wanderte in den Nordwesten Kanadas aus.

Zum Abschluss in die Bergstadt

In British Columbia unterrichtete er zunächst wieder als Lehrer das Fach Geschichte, was er jedoch nach einer längeren künstlerischen Pause wieder aufgab, um sich komplett seiner Musikerkarriere zu widmen. O’Brien schrieb erneut eigene Songs – und startete seine internationale Karriere. Er tritt bei seinen Deutschlandtourneen mit den Hamburger Musikern Lars Hansen am Bass und Heinz Lichius, am Schlagzeug und Percussion auf.

Karten für den Auftritt im Stiftssaal kosten zehn Euro, Vorverkauf und Kartenreservierungen laufen über die Info-Galerie, Telefon (05724) 9716000.

Und wie es laut Tourkalender aussieht, ist das Konzert in der Bergstadt das letzte seiner diesjährigen Tournee: Es dürfte ein recht emotionales Konzert werde – und diesen einen Auftritt muss das schwarze T-Shirt halt noch durchhalten. rnk

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