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Obernkirchen Stadt Das Jahr Null steht vor der Tür
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Das Jahr Null steht vor der Tür
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20:48 02.04.2018
An Arbeit mangelt es nicht. Aber an Helfern auch nicht. Quelle: pr
Obernkirchen

Oliver Schäfer, Vorsitzender des Fördervereins, war nach vier Stunden Einsatz mehr als zufrieden, trat aber spürbar auf die Euphoriebremse. Für ihn und sein Team stehe das Jahr Null vor der Tür, sagt er. Zwar habe man mit der Genossenschaft gesprochen, und dort habe man das Team auf zu erwartende Juckepunkte aufmerksam gemacht. „Aber grundsätzlich satteln wir auf null auf.“

Verzögerung wegen Fliesenarbeiten

Immerhin: Dass der geplante Einsatz durchgeführt werden konnte, verbucht Schäfer schon mal als kleinen Schritt: Das Wasser war abgelassen. „Da durfte nichts mehr passieren“, sagt er und verweist auf den Kalender: Wäre der Einsatz am Sonnabend ins, nun ja, Wasser gefallen, wäre wegen des Osterfestes erst in 14 Tagen der nächste Termin freigeworden. Dann wäre es mit Blick auf die noch durchzuführenden Fliesenarbeiten knapp bis fast unmöglich gewesen, das Freibad noch im April zu eröffnen.

Denn natürlich soll zum gewohnten Termin eröffnet werden. Der 22. April wäre laut Schäfer ein schönes Datum, so um diese Zeit wurde in den vergangenen Jahren stets eröffnet. Und wer bei seiner Premiere gleich deutlich später als die Genossenschaft in den Vorjahren öffnet, läuft von Anfang an der Deutungshoheit hinterher und darf sich wohl lange Monate fragen lassen, wie der Förderverein das Bad stemmen will, wenn nicht mal im April eröffnet werden kann.

Schäfer will den anvisierten Termin nicht nennen, aber in dieser Woche werden die neuen Flyer gedruckt. Dort wird sich das Eröffnungsdatum finden lassen.

Bewerber gefunden

Als erledigt betrachtet Schäfer zwei Personalien. Für die hauptamtliche Fachkraft für das Bäderwesen wurde jemand gefunden. Schäfer lässt erkennen, wie sehr ihn diese Tatsache freut, denn der Markt für die Fachkräfte sei eng umkämpft. Bei ihm habe sich jemand beworben. „Es ist ein junger Mann, er ist vom Fach, er wohnt in der Nähe und möchte künftig nicht mehr so viel fahren“, so Schäfer. Daher der Wechsel des Arbeitgebers. Außerdem möchte der Aspirant seinen Meister in Obernkirchen machen. Gut möglich also, dass an dieser Stelle im Freibad nach Jahren der Fluktuation mal wieder Ruhe einkehrt.

Auch für die Buchhaltung wurde jemand gefunden. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, denn die Finanzen und die Bäder-Fachkraft, das seien schon zwei größere Stützen. Dazu kommen die Ein-Euro-Kräfte, die über das Jobcenter bewilligt werden.

Gute Nachrichten gibt es auch bei den ehrenamtlichen Aufsichten. Während einer Vorbesprechung haben bis zu 15 Helfer ihre Mitarbeit zugesagt, Schäfer geht davon aus, dass ein Stamm von mindestens einem Dutzend zur Verfügung stehen wird.

Keine großen Schäden

Bleiben die obligatorischen Schäden an den Fliesen, die noch ausgebessert werden müssen. Geplant ist, dass die Ehrenamtlichen die beschädigten Fliesen abklopfen und eine Fachfirma neu verfliest. „Aber so richtig große Schäden haben wir nach einer ersten Sichtung nicht feststellen können“, so Schäfer. Das kann durchaus als Kompliment an diejenigen verstanden werden, die in den Vorjahren immer die Schäden ausgebesserten: Sie haben halt gut gearbeitet.

Was noch fehlt, ist ein funktionierender Kassenautomat, über den der Vorverkauf der Saisonkarten laufen wird. „Er ist noch nicht fertig“, sagt Schäfer. Aber unter dem berühmten Strich, „da sind wir im Soll“, sagt der Vorsitzende.

Durchaus gespannt sei er auf die Tage vor der Saisoneröffnung, erklärt Schäfer noch, wenn die Frage zu klären sei, ob das Wasser die Betriebstemperatur erreiche. So ein Freibad mit seiner Technik sei ja kein Auto, dass jeden Tag bewegt werde: „Da ist ein halbes Jahr nichts im Bad gelaufen“, sagt Schäfer. „Aber bis hierhin bin ich sehr zufrieden.“ rnk