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„Jeder Tag ohne Heizkraftwerk ist ein Einnahmeverlust“

Obernkirchen / Freibad „Jeder Tag ohne Heizkraftwerk ist ein Einnahmeverlust“

Keine Chance, der pH-Wert ist zu hoch. Also muss das brackige Restwasser des großen Schwimmbeckens im Sonnenbrinkbad über das Abwassersystem entsorgt werden und kann nicht, wie erhofft, in den Hühnerbach eingeleitet werden: Der Unterschied beträgt eine wohl (niedrige) vierstellige Summe.

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 In knapp vier Wochen wird geöffnet: In drei Gruppen arbeiten die ehrenamtlichen Helfer derzeit im Freibad.

Quelle: rnk

Obernkirchen (rnk). Fast vier Wochen sind es noch bis zum Start der neuen Saison, am Sonntag, 22. April, wird das Freibad zum ersten Mal in diesem Jahre seine Türen öffnen. Und es wird dabei eine Wassertemperatur anbieten, die in den gewohnten Graden liegen wird, also irgendwo zwischen 25 und 27 Grad. Zwar wird das Blockheizkraftwerk noch nicht aufgebaut sein, aber der Spitzenlastkessel, als der Brennwertkessel, das Blockheizkraftwerk wird 1690 Kilowatt thermische Energie liefern, den Rest steuert der Brennwertkessel bei, erklärt Michael Möhle, der für die Technik zuständig ist. Die Rechnung, die er aufmacht, liest sich so: 600 Kilowatt werden am Tag benötigt, in der Vor- und Hauptsaison liefert das Blockheizkraftwerk ein gutes Drittel, im Sommer selbst reicht das Kraftwerk – vorausgesetzt, die Temperaturen pendeln sich mal wieder dort ein, wo sie im normalen Sommer zu vermuten sind.

 Die Lieferzeiten für Blockheizkraftwerke, so erklärt Möhle, hätten sich deutlich verlängert, seit auch die Landwirtschaft ihren Teil von energetischen Einspeisevergütungskuchen für sich beansprucht. Möhle hat naturgemäß einen guten Überblick über die Warmwasserversorgung: Das Bad wird so versorgt, auch das Restaurant am Sonnenbrink, die Schule, und – in absehbarer Zeit – wohl auch die Kreissporthalle. Dafür, so Möhle, würde das demnächst produzierende Blockheizkraftwerk wohl nicht ausreichen, aber, so sagt er auch mit Blick auf den Landkreis, „man muss halt abwarten, wie das hier läuft“. Gibt es Ausfälle? Was passiert dann? Schließlich muss ja auch gewartet werden. Möhle ist sich sicher: Dann springt der Brennwertkessel bei der Produktion ein. Und in einem weiteren Punkt ist er sich sicher: Im nächsten oder übernächsten Jahr werden die ersten Privatleute auf der einen Steinwurf weit entfernt beginnenden Piepenbreite in das Energiekonzept des Bades eingebunden sein.

 Verhaltener Optimismus also zu Beginn einer Saison, in der Politik und Verwaltung sehen wollen, dass es richtig war, in den letzten beiden Jahren mit jeweils rund 50000 Euro das Bad unterstützt zu haben, weil dort ein stimmiges Gesamtkonzept für die Zukunft umgesetzt wird. Und jeder Tag ohne Blockheizkraftwerk, so umschriebt es unsentimental und durchaus realistisch Cheforganisatorin Natalie Konze, „ist ein Einnahmeverlust“. Das Geld werde künftig mit dem Strom verdient, der ins öffentliche Netz eingespeist wird.

 Die Eintrittspreise werden nicht erhöht, und wer seine Gesamtsaisonkarte im vergangenen Jahr nicht ganz nutzen konnte, weil sich das Bad halt der Natur beugen musste und früher schloss, der wird beim Kauf der neuen Karte eine Ermäßigung erhalten, kündigt Konze an. Der Vorverkauf wird eine Woche vor der neuen Saison beginnen.

 Der Spielplatz wird um ein neues Spielgerät erweitert, auch das Planschbecken erhält eine neue Attraktion. Und ein Hauch von Spiekeroog wird ebenfalls Einzug halten. Geplant ist ein rund 50 Quadratmeter großer Sandbereich, in den die Kleinsten buddeln und bauen können, während die Erwachsenen es sich im Liegekorb bequem machen. Gärtnermeister Gerhard Kirchner, der dem Förderverein mit seinem Fachwissen hilft, sah bei einer Besichtigung am Sonnabend zwei Elemente, die gut zueinander passen würden: Wasser und Sand, zumal auch die (stark gelichteten) Büsche und Bäume am Rande des Grundstückes farbenprächtig miteinander korrespondieren würden: „Wir wollen weg von einem reinen Schwimmbad und hin zu einem Bad, in dem man seine Freizeit verbringt, und zwar gern“, sagt Gartenprofi Kirchner. Neu im Kursangebot werden Konzepte sein, die vom Landesschwimmverband entwickelt und angeboten werden, etwa „Aqua Man“, ein speziell für Männer entwickeltes Konzept zur Stärkung von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Außerdem neu: „Fatburner for Kids“, ein Angebot, das sich an Kinder mit Übergewicht richtet, die sonst Hemmungen haben, mit anderen Kindern zusammen Sport zu treiben.

 Bis dahin ist viel zu tun, in drei Teams wird innerhalb und außerhalb der Becken gearbeitet, wer mitmachen möchte, kann im Bad vorbeischauen oder sich vormittags im Büro melden: Telefon (05724) 951159.

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