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Jetzt darf geschossen werden

Wildschweine im Visier Jetzt darf geschossen werden

Der Landkreis Schaumburg hat die Genehmigung erteilt, jetzt kann es den Wildschweinen an den Kragen gehen: Wegen der extremen Wildschäden auf dem Gelände des Golfclubs Schaumburg in Obernkirchen wurden nun eine Schießerlaubnis und eine Erlaubnis zur beschränkten Jagd erteilt.

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Quelle: dpa

OBERNKIRCHEN. Sie gelten bis zum Jahresende und für die Zeit von 21 bis 5 Uhr für Flächen des Golfplatzes. Die Jagd wird von den für den Jagdbezirk zuständigen Jagdberechtigten durchgeführt. Naturgemäß kann es nun in Folge der Erlaubnis zu vermehrten Schussabgaben im Bereich des Golfclubs kommen.

Immer wieder Schäden

„Sie kommen regelmäßig, alle paar Nächte“, sagt Werner Nickel als Pressesprecher des Vereins. Vor allem auf Bahn sechs, vor dem Hügel, seien die Schäden immens. Dort haben die Tiere großflächig dem Boden aufgewühlt. Nickel erzählt von einem Arbeitseinsatz, der erst ein paar Tage her ist, an dem sich 30 Mitglieder und Freunde des Golfclubs eingefunden hatten, um unter Aufsicht der Greenkeeper den beschädigten Rasen zu reparieren, soweit dies eben möglich war. Und dann kamen ein paar Nächte später die wühlenden Wildschweine zurück.

„Fünf bis sechs Bahnen sind nicht betroffen“, erklärt Nickel. Selbst die älteren Mitglieder sowie die Förster und Landwirte können sich nicht erinnern, wann es in den letzten 15 Jahren einen derartig großen Befall durch Wildschweine gegeben hätte.

Für die Golfer ist die diesjährige Saison nahezu beendet. Jetzt gelte es, so Nickel, in der Winterpause Bilanz zu ziehen und nach einer Lösung zu suchen. „Einer langfristigen Lösung“, ergänzt der Pressesprecher noch.

Sicherheit muss gewährleistet sein

Frank Linke ist Revierleiter der Jagdgenossenschaft Obernkirchen/Liekwegen/Krainhagen und Röhrkasten, und er möchte sich eigentlich nicht gegenüber der Presse äußern: „Denn „mir liegt noch nichts Schriftliches vor.“ Das Vorgehen sei bislang nur mündlich besprochen. Fakt sei aber, dass eine Jagd auf dem Golfplatz nur an bestimmten Plätzen möglich sei, „da, wo die Sicherheit gegeben ist“. Linke spricht von einer sicheren Deckung und nennt ein Beispiel: Geschossen werde dürfe nur in Richtung eines Hügels, keineswegs in Richtung einer Siedlung.

Und wie oft er mit seinen Jägern ansitzen werde, das hänge von unterschiedlichen Faktoren ab – etwa von der Witterung und dem Stand des Mondes. „Im Stockdunkeln brauchen wir da nicht rumlaufen“, sagt er. Und natürlich müsse er zunächst „mit meinen Leuten“ sprechen, schließlich erfolge ein Jagdeinsatz auf freiwilliger Basis. Man werde, so Linke, den Schaumburger Golfplatz so gut wie möglich schützen, gar keine Frage. Aber eine hundertprozentige Garantie könne er natürlich nicht geben.

Wo das generelle Problem liegt, lässt Linke in einem Nebensatz durchblicken: Früher habe eine Wildschwein-Rotte aus drei, vier oder fünf Tieren bestanden: „Heute sind es 15 bis 20.“ rnk

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