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Kammermusik mit Virtuosen

Obernkirchen / Konzert Kammermusik mit Virtuosen

Die internationale Konzertreihe im Festsaal des Stifts hat für 2013 ihren Abschluss gefunden. Noch einmal kamen so viele Besucher, dass zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

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Dieses internationale Quartett sorgte für einen großartigen Abschluss im Obernkirchener Stift: Michael Duris (von links), Nico Benadie, Andrea Landi und Igor Armani.

Quelle: sig

Obernkirchen. Der lang anhaltende Beifall und die nicht zu überhörenden Zurufe zeigten, dass der Abschluss zugleich zu den Höhepunkten zählte.

 Kammermusik-Angebote in der Bergstadt locken nicht nur Obernkirchener an, sondern auch Gäste aus dem Umland, vornehmlich aus Bückeburg. Unter der Bezeichnung „Indaba – Ensemble in Residence“ trat jetzt ein Quartett auf, das aus vier großartigen internationalen Solisten bestand. Der Slowake Michal Duris (Violine und Viola) hat in zahlreichen namhaften Ensembles mitgewirkt, so im von Claudio Abbado geleiteten Mozart-Orchester.

 Musikprofessor Igor Armani (Klarinette) spielte als Solist bei den Bremer Philharmonikern und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Musikwettbewerbe. Das gilt ebenso für den Cellisten Andrea Landi. Er hat eine Vorliebe für „Alte Musik“, gehört deshalb der italienischen Barockgruppe „Sonatori Fiorentini“ an. Landi ist Professor an der Würzburger Musikhochschule und an der Hochschule der Künste in Zürich.

 Weit herumgekommen in der Musikwelt ist Pianist Nico Benadie, der Meisterkurse für Pianisten und Kammermusiker in mehreren europäischen Staaten gibt. Nun hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

 Zum Auftakt des Konzerts stand eine Mozart-Komposition für Klavier, Klarinette und Viola auf dem Programm. Das Werk ist als „Kegelstatt-Trio“ bekannt und soll seine Existenz einer Kegelrunde verdanken. In jedem Fall gibt es in rascher Folge Stimmungen wieder, fordert die Solisten zu einem perfekt abgestimmten Zusammenspiel heraus.

 Berechtigt war die Vorfreude auf das Werk einer Komponistin, die einst als „Wunderkind Clara“ apostrophiert wurde – Clara Schumann, die schon als Neunjährige anspruchsvolle Solopartien auf dem Klavier spielte. Von ihr sind Lieder und kammermusikalische Kompositionen überliefert. So vertonte sie Heinrich Heines Loreley-Lied.

 Das Klavier-Trio in g-Moll op.17, das sie 1846 in wirtschaftlicher Notzeit und trotz anstrengender Schwangerschaft schrieb, sah sie selbst als ihr bestes Werk. Ihr eigenes bescheidenes Urteil lautete aber: „Natürlich bleibt es immer Frauenzimmerarbeit, bei der es an der Kraft und hie und da an der Erfindung fehlt.“

 Diesen Eindruck machte die Wiedergabe durch das Indaba-Ensemble keineswegs. Das Trio brachte das viersätzige Werk in großer Ausdrucksstärke und Virtuosität zu Gehör. Der Beifall war entsprechend.

 Es folgte das Quartett in Es-Dur von Walter Rabl. Der Wiener erfreute sich der Anerkennung und Förderung von Brahms. Dessen Werke brachte er häufig zu Gehör, ebenso wie Kompositionen von Richard Strauss. Der Musikwissenschaftler war Pianist, Chorleiter und Musikdirektor am städtischen Theater in Magdeburg. Sein Quartett für Klavier, Klarinette, Violine und Violoncello ließ die Nähe zu Richard Strauss erkennen. Es wurde zu einem rauschenden Abschluss der Konzertreihe, gesponsort von der Klosterkammer Hannover und der Sparkasse Schaumburg. sig

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