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Kein Rekord für Reineke

Obernkirchen / Eiswette Kein Rekord für Reineke

 Hält das Eis oder nicht? Das war die spannende Frage, die gestern bei der mittlerweile 15. Ausgabe der Obernkirchener „Eiswette“ unter den Augen von mehreren Hundert Besuchern im Sonnenbrinkbad geklärt wurde.

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Obernkirchen. Die aus dem Förderverein und der Genossenschaft Sonnenbrinkbad gebildete Betreibergemeinschaft des Freibades hatte wieder gewettet, dass das Schwimmerbecken am ersten Sonntag im Februar von einer dicken Eisschicht bedeckt sein wird, über die die quasi als Testpersonen zu dem Event geladenen „Promis“ trockenen Fußes von einer Seite des Beckens auf die andere gelangen können.

 Angesichts des späten Wintereinbruchs und der nur knapp über dem Gefrierpunkt liegenden Außentemperaturen war es jedoch mehr als fraglich, ob die sich hier erst in den vergangenen Tagen gebildete Eisdecke tatsächlich ausreichend mächtig sein würde, um die überdies in einem kleinen Spaß-Wettbewerb gegeneinander antretenden Protagonisten zu tragen.

Bevor sich die drei Vertreter der lokalen Politik (Bürgermeister Oliver Schäfer, Landrat Jörg Farr und der SPD-Bundestagsabgeordnete Karsten Becker) mit ihren drei Kontrahenten vom Förderverein Sonnenbrinkbad (Wolfgang Hein, Andreas Pröpper und Melanie Holtmann) jedoch im Rahmen eines „Schwimmnudel“-Staffellaufes über eine auf der Eisfläche liegende Wasserlaufmatte messen durften, stand zunächst die Überprüfung der Eisschicht mittels Bohrmaschine, Zentimetermaß und heißem Bügeleisen auf dem Programm:

 Bei früheren Ausgaben der „Eiswette“ habe man auf dem Eis auch schon mal „in lockerer Runde Kaffee trinken“ oder Schlittschuh laufen können, merkte Hein, der die offizielle Begutachtung vornahm, hierzu an. Gleichwohl ließen die auf diese Weise ermittelten Ergebnisse nur wenig, um nicht zu sagen keinen Raum für irgendwelchen Optimismus seitens der Wettanbieter. Und so kam es dann auch.

 Von einer Tragfähigkeit des Eises war weit und breit keine Spur. Egal, wer von den sechs Promis sich auf die Wasserlaufmatte wagte, landete spätestens nach ein paar Metern im Wasser, so dass der geplante Staffellauf vom Start weg zur Schwimmstaffel wurde.

 Dies allerdings mit der Besonderheit, dass sich die beiden Wettkampfteams allein schon wegen der Eiseskälte mächtig ins Zeug legten, um sich den Sieg für ihre Mannschaft zu holen. Letzterer ging übrigens mit äußerst knappem Vorsprung an die drei SPD-Genossen Schäfer, Farr und Becker.

 So oder so, war die für die Betreibergesellschaft des Sonnenbrinkbades verlorene Wette aber ein Glück für all jene Besucher, die sich bei der „Eiswette“ zuvor mit Tombola-Losen eingedeckt hatten. Denn nun musste die große Verlosungsaktion gestartet werden, bei der es viele - von verschiedenen Unternehmen der Bergstadt gespendete Sachpreise – zu gewinnen gab: Der Hauptpreis in Form eines Reisegutscheines im Wert von 400 Euro ging dabei an Rosemarie Claus, während sich Robin Pest über einen Fernseher (Zweiter Preis) und Lisa-Marie Pröpper über einen Einkaufsgutschein von „Möbel Holtmann“ (Dritter Preis) freuen durften.

 Die nur rund einen Zentimeter dünne Eisschicht auf der Wasseroberfläche des Schwimmerbeckens machte aber außer den sechs Promis der „Eiswette“ auch dem Schwimm-Profi Marcus Reineke einen Strich durch die Rechnung. Der Inhaber einer Schwimmschule (Bad Eilsen) und Schwimmwart des Vereins Schwimmsport-Freunde Obernkirchen hatte sich nämlich vorgenommen, nur mit Badehose, Badekappe und Schwimmbrille bekleidet mindestens 1610 Meter in dem eisigen Wasser zu absolvieren, um durch diese Leistung zu den weltweit wenigen Menschen zu gehören, die schon eine so genannte „Eismeile“ im rund vier Grad Celsius kaltem Wasser geschwommen sind.

 Bislang gebe es weltweit nur 110 Menschen, darunter drei Deutsche, die das schon geschafft haben. Dies verriet Reineke im Vorfeld seines eigenen Versuchs.

 In der Realität musste er sich dann jedoch nach zwei zurückgelegten Bahnen den kleinen im Wasser treibenden Eisschollen geschlagen geben. Die waren laut Reineke nämlich derart scharfkantig, dass er bei einer Fortsetzung seines persönlichen Rekordversuches Schnittverletzungen davongetragen hätte, ohne dies allerdings im kalten Wasser sofort zu spüren. wk

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