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Kindergarten muss vier Tage schließen

Obernkirchen Kindergarten muss vier Tage schließen

Weil gleich zwei Erzieherinnen auf einmal krank geworden sind, musste der Evangelische Kindergarten im Gemeindezentrum Rote Schule in Obernkirchen vier Tage lang schließen. Eltern kritisieren, dass die Personaldecke in der Einrichtung ganz offensichtlich zu dünn ist, um die Auflagen des Gesetzgebers auch in Extremfällen zu erfüllen.

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Quelle: Picasa

Obernkirchen. Barbara Hesse spricht auf Nachfrage dieser Zeitung von einer „internen Problematik“, die am Ende wohl nur der Träger lösen könne. Träger der Einrichtung in der Roten Schule ist der Kindertagesstättenverband Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg – und mit eben dem würden derzeit auch Gespräche geführt.

Fakt ist nach Aussage der Kindergartenleiterin: Werden Mädchen und Jungen im Alter von unter drei Jahren betreut, muss das laut Gesetzesauflage durch zwei Kräfte erfolgen, von denen wenigstens eine ein Erzieher respektive eine Erzieherin sein muss. Für die Rote Schule gebe es zwar zwei Erzieher, aber: „Leider“, so Hesse, „waren beide gleichzeitig krank.“

Zudem sei es weder möglich gewesen, Vertretungskräfte aus anderen Kindergärten zu bekommen noch welche über Personalagenturen. Als Ergebnis habe der Kindergarten am Ende vier Tage schließen müssen, denn die drei Personen, die vor Ort waren, würden die Kinder zwar gut kennen, seien aber eben keine Erzieher. „Wenn wir die Auflage ignoriert und geöffnet hätten – hätte es, wäre etwas passiert, rechtlich ein Riesenproblem gegeben“, sagt die Leiterin.

Immerhin: Spätestens dann, wenn im August in der Roten Schule die neue Kinderkrippe eröffnet, werden weitere Erzieherinnen vor Ort sein, mit denen die Anwesenheitspflicht in der Einrichtung auch in Extremfällen abgedeckt werden könne, so Hesse. Bis dahin indes könnte es noch das eine oder andere Mal eng werden.

Pastor Herbert Schwiegk und Pastor i.R. Wilhelm Meinberg (Förderverein Goldmarie) verweisen auf Nachfrage an den Kindertagesstättenverband Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg in Gestalt von Andreas Kühne-Glaser. Der Superintendent zeigt sich zuversichtlich: „Wir werden in den nächsten Tagen eine verlässliche Vertretungsregelung mit Springer-Kräften hinbekommen.“

Zur Erinnerung: Die Bürgervertreter der Bergstadt hatten im April 2015 den Weg für eine neue Krippengruppe für Knirpse unter drei Jahren in der Roten Schule freigemacht. Sie hatten mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde einen Vertrag geschlossen und dafür votiert, dem Kindertagesstättenverband Grafschaft Schaumburg als Betreiber einen Baukostenzuschuss zwecks Einrichtung und Ausstattung der Gruppe zu gewähren. Bau und Einrichtung übernimmt der Verband. tw

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