Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Kohlenmonoxid: Ein Toter, viele Verletzte

Brand in Wohnung Am Steinbrink Kohlenmonoxid: Ein Toter, viele Verletzte

Zu einem Großeinsatz in der Obernkirchener Innenstadt sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Sonnabendabend ausgerückt. Dennoch kam für einen Mann jede Hilfe zu spät: Dieser starb an einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung in seiner Wohnung in der Straße Am Steinbrink.

Voriger Artikel
Parkfest verzaubert
Nächster Artikel
Richtfest der Seniorenwohnanlage "Beeker Mühle"

Sieben Atemschutztrupps durchsuchen das Gebäude nach Verletzten und nehmen Messungen vor. Die Feuerwehrleute bergen auch den Toten.pr.

Quelle: pr.

Obernkirchen. Neben dem leblosen Mann fanden Rettungskräfte einen glimmenden Holzkohlengrill. Das giftige Gas drang in mehrere Wohnungen des Mehrfamilienhauses ein, in dem er lebte. Elf Personen wurden nach Angaben der Ortsfeuerwehr Obernkirchen behandelt, sieben von ihnen vorsorglich zur weiteren Beobachtung in Krankenhäuser eingewiesen.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen ergibt sich folgendes Bild: Am Sonnabend kurz vor 19 Uhr wurden von einem Angehören des Toten Polizei und Rettungsdienst verständigt – im Notruf war zunächst nur von einer leblosen Person die Rede. Vor Ort bemerkten die Einsatzkräfte in der Wohnung des Opfers einen glimmenden Holzkohlengrill. Sie traten darauf hin zunächst den Rückzug an, um sich nicht durch das giftige geruchlose Kohlenstoffmonoxidgas selbst zu gefährden.

Umgehend wurde die Obernkirchener Feuerwehr alarmiert. Die Brandschützer aus der Kernstadt, aus Krainhagen und aus Röhrkasten setzten unter Leitung von Stadtbrandmeister Clemens Keich insgesamt sieben Atemschutztrupps ein, um das Opfer zu bergen und um die übrigen Wohnungen im Haus mit Messgeräten zu kontrollieren. Dabei wurde Kohlenstoffmonoxid (CO) in weiteren Räumen des Hauses festegesellt. Die betroffenen Wohnungen wurden belüftet, die Bewohner evakuiert. Sie konnten nach einigen Stunden wieder in ihre Räume zurückkehren.

Auf Klingeln und Klopfen hatten die Bewohner einiger Wohnungen nicht reagiert. Ihre Türen wurden daher vorsorglich gewaltsam geöffnet. Es stellte sich jedoch heraus, dass niemand in diesem Wohnungen war – alle Betroffenen konnten später erreicht werden.

Für den Rettungsdienst war inzwischen Großalarm ausgelöst worden. Im Einsatz waren zwei Notärzte und fünf Rettungstransportwagen. Die Koordination vor Ort übernahm die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) des Landkreises. Dieses Expertenteam der Rettungsdienste, bestehend aus Notärzten und Organisatorischen Leitern, kommt immer dann zum Einsatz, wenn Großeinsätze bewältigt und koordiniert werden müssen.

Am Steinsiek wurden insgesamt zwölf Betroffene betreut. Drei Personen konnte vor Ort geholfen werden, in acht Fällen wurden die Verletzten vorsorglich zur weiteren Versorgung und zur Beobachtung in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Für den Mann, der möglicherweise das verhängnisvolle Geschehen ausgelöst hat, kam jede Hilfe zu spät: Notärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Die Bückeburger Polizei hat den Fall inzwischen zur weiteren Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

Der eigentliche Feuerwehr- und Rettungseinsatz ist nach Angaben des Obernkirchener Ortsbrandmeisters Markus Engelhardt reibungslos verlaufen. Der Einsatz habe über drei Stunden gedauert.kk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg