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Kooperation mit dem Weidenkorb

„Sehr entspannend“ Kooperation mit dem Weidenkorb

Als zweite Schule im Landkreis Schaumburg ist die Grundschule Obernkirchen eine Kooperation mit dem Bückeburger Familien-Hilfe-Zentrum Weidenkorb eingegangen. Starttermin sollte der Beginn des Schuljahres 2016/2017 sein, berichtet Schulleiter Arnulf Buch. Doch da er damals längere Zeit krank gewesen sei, habe sich das Ganze etwas verzögert.

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Die Obernkirchener Grundschule arbeitet mit dem Familien-Hilfe-Zentrum Weidenkorb aus Bückeburg zusammen.

Quelle: wk

Obernkirchen. Im Herbst vergangenen Jahres sei das Vorhaben dann aber angelaufen – und nun, einige Wochen später, könne er sagen, dass sich das Projekt „ausgesprochen gut eingeführt“ habe. In der Praxis sieht die Zusammenarbeit laut Buch so aus, dass mindestens drei erfahrene Fachkräfte des Familien-Hilfe-Zentrums Weidenkorb (Erzieherinnen und eine Sozialpädagogin) an der Grundschule der Bergstadt eingesetzt werden. Diese kümmern sich um rund ein Dutzend „Kinder mit besonderen Schwierigkeiten“, die einen Anspruch auf einen persönlichen Schulbegleiter haben.

Situation entspannen

Anders als bei der Betreuung durch Schulbegleiter, die für diese Tätigkeit mehr oder weniger gut qualifiziert seien, sitzen die Weidenkorb-Mitarbeiter jedoch nicht während der gesamten Unterrichtszeit neben den zu unterstützenden Kindern im Klassenraum. Stattdessen halten sie sich in einem mit Schultischen und -stühlen möblierten separaten Raum – „Insel“ genannt – auf. Und nur dann, wenn es in einer Schulstunde tatsächlich Schwierigkeiten gibt, kommen sie hinzu, um die Situation zu entspannen. So etwa, indem sie das betroffene Kind aus dem Unterricht nehmen und mit ihm in die „Insel“ oder nach draußen gehen und auf geeignete pädagogische Weise auf den Jungen oder das Mädchen einwirken, damit es wieder zur Ruhe kommt.

Bei einer Sitzung des Schulausschusses hatte Buch darüber informiert, dass in einem zwischen der Schule und dem Familien-Hilfe-Zentrum geschlossenen Vertrag genau festgelegt sei, „wer wem wo was sagen kann“. Die jeweiligen Klassenlehrer hätten allerdings ein „Mitspracherecht“, wie die Betreuung „programmatisch“ ablaufe. Dabei werde die neue Kooperation seitens der Lehrkräfte als „sehr entspannend“ empfunden, so Buch: Jeder wisse nun genau, was man im Konfliktfall tun könne.

Individuell angepasste Regelungen

Auf Nachfrage ergänzte Buch später, dass es für diejenigen Kinder, die „Schwierigkeiten im sozialen Bereich der Schule“ haben, nun individuell angepasste Regelungen gebe, wie bei Problemen zu reagieren sei. Für einige der betroffenen Schüler bietet das neue Konzept zudem den Vorteil, dass sie wie andere Kinder auch ohne ständige Begleitung am Unterricht teilnehmen und die Weidenkorb-Fachkräfte nur im Bedarfsfall zum Einsatz kommen. Letztere ersetzen einen Teil der bislang bis zu zwölf Schulbegleiter, die jeweils einen Schüler der Grundschule betreut haben respektive noch betreuen. „Und falls erforderlich, stellt das Familien-Hilfe-Zentrum auch mehr Mitarbeiter zur Verfügung“, betont der Schulleiter.

Bei der Sitzung des Schulausschusses hatte Buch übrigens auch angekündigt, dass er bei der zuständigen Schulbehörde zusätzlich die Einstellung eines Schulsozialpädagogen beantragen wolle, weil es auch hierfür einen entsprechenden Bedarf an der Grundschule Obernkirchen gebe. wk

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