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Krantz und Eßmann jetzt Ehrenratsmitglieder

Konstituierende Sitzung Krantz und Eßmann jetzt Ehrenratsmitglieder

Mit zahlreichen Personal-Entscheidungen und einer hohen Ehrung hatte sich der Rat der Stadt auf seiner konstituierenden Sitzung zu beschäftigen. Beate Krantz wurde nach 40 Jahren Zugehörigkeit in den politischen „Ruhestand“ verabschiedet.

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Obernkirchen. Wenn es in der Karriere eines Ratsmitglieds einen „erhebenden“ Moment gibt, dann wohl diese: die konstituierende Sitzung des Gremiums und später – die Verabschiedung. Beides war im Sitzungssaal des Rathauses zu erleben. Einmal in Gestalt der „Förmlichen Verpflichtung und Pflichtenbelehrung“ durch Bürgermeister Oliver Schäfer – ein Zuhörer äußerte sich, nachdem alle Anwesenden aufstehen mussten, so: „Das ist ja fast wie in der Kirche.“

 Und als am Schluss der Sitzung Beate Krantz und Manfred Eßmann zu Ehrenratsmitglieder ernannt wurden. Beide sind lange Jahre dabei gewesen. Krantz 40 Jahre, Eßmann 25 Jahre. Der Titel eines Ehrenratsmitgliedes wird erst dann verliehen, wenn ein Ratsmitglied aus dem Rat ausgeschieden sei. Einen Ehrensold gebe es nicht, sagte Bürgermeister Oliver Schäfer, dafür würden die beiden lebenslang zu Veranstaltungen der Stadt eingeladen. Das dürften sie sich redlich verdient haben, nach zusammengenommen 65 Jahren engagierter Ehrenamtlichkeit.

 Sowohl Krantz, als auch Eßmann hätten den Rat geprägt. „Wir werden ihre Erfahrung hier sicher vermissen“, gab Bürgermeister Oliver Schäfer zu verstehen. Auf die Frage nach ihrer Zukunft antwortete Krantz: „Langweilig wird mir sicher nicht.“ Der Ausstieg aus dem Rat sei seit längerer Zeit geplant gewesen.

 Das gilt auch für Manfred Eßmann, der ebenfalls nicht mehr zur Wahl angetreten war und der sich jetzt verstärkt um seine anderen Ämter kümmern will. Hinter vorgehaltener Hand gestand der scheidende Ratsherr aber, dass es ihm während der Sitzung schon „in den Fingern gejuckt“ habe, selbst etwas beizutragen. Traurig mache ihn sein Abschied aber nicht: „Höchstens ein bisschen wehmütig.“

 Wenn die Einen gehen, müssen Andere nachrücken – so ist der Lauf der Dinge. Gleich mehrere junge Ratsmitglieder senken den Altersschnitt merklich ab, „schön, dass ich nicht mehr die Jüngste hier bin“, meinte Ilka Niemeyer, die vom Rat zur Ratsvorsitzenden gewählt wurde. Niemeyer sagte, dass sie es sich vor zehn Jahren nicht habe träumen lassen, einmal hier vorne zu sitzen. „Dafür möchte ich mich bei allen bedanken“, sagte sie in Richtung ihrer Kollegen. Niemeyer freute sich darüber, so viele Junge hier begrüßen zu können und mahnte einen respektvollen Umgang miteinander an. „Wir sollten wie bisher eine offene sachbezogene Politik machen, bei der man, wenn man nachher durch die Tür geht, einander ins Auge blicken kann.“ Niemeyer wies darauf hin, dass es lange geplant gewesen sei, dass sie Ratsvorsitzende werde. Mit der Presse der letzten Tage habe das nichts zu tun gehabt, betonte sie.

 Zwei weitere wichtige Posten (das der Stellvertreter des Bürgermeisters) gehen an Wilhelm Mevert und Horst Sassenberg. Zu Stellvertretern der Ratsvorsitzenden, Dr. Ilka Niemeyer, wurden Mevert und Heinrich Struckmeier bestimmt.

 Ein anderes Amt, das des Ortsvorstehers für die Ortschaft Röhrkasten, geht ebenfalls an Heinrich Struckmeier. Hier hatte die CDU das Vorschlagsrecht, weil sie in der Ortschaft die meisten Stimmen erhalten hatten (vor der SPD). Im Hauptausschuss sitzen insgesamt sechs Abgeordnete, davon drei der Fraktion/Gruppe „SPD-WIR“, zwei der CDU-Stadtratsfraktion und einer der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“.

Von Michael Werk

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