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Obernkirchen Stadt Kritik an 11 500 Euro Zuschuss
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Kritik an 11 500 Euro Zuschuss
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22:13 28.06.2018
Der Zuschussantrag für eine neue Einbruchmeldeanlage und für eine neue Schließanlage des Fördervereins Sonnenbrinkbad sorgt für Verständnislosigkeit. Quelle: wk
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Obernkirchen

Vor allem die CDU übte Kritik.

Die Einbruchmeldeanlage ist „defekt und technisch nicht auf dem neuesten Stand“, heißt es darin. Aufgrund einer Umstellung Ende Mai habe man bei der bestehenden Alarmanlage in jedem Fall „eine kostentechnisch nicht vorhersehbare Anpassung vorgenommen“. Zudem würde man auf Schwierigkeiten bei der Beschaffung der dafür notwendigen Materialien stoßen, da die Anlage veraltet sei, erklärt der Vorstand des FSO in dem Schreiben weiter.

„Ich kann nicht nachvollziehen, wie eine solche Anlage nach gerade mal zehn Jahren schon veraltet und defekt sein kann“, wunderte sich Horst Sassenberg (CDU) in der Ratssitzung. „Hat der Vorbesitzer es versäumt, die Anlage warten zu lassen?“

Trotz alledem sei eine neue Einbruchmeldeanlage wichtig, meinte Sassenberg. Er würde jedoch hoffen, dass die neue Anlage länger als zehn Jahre halten wird.
Aufgrund einer nicht vollständig existierenden Dokumentation über den Verbleib der Schlüssel zur bestehenden Schließanlage sieht es der Förderverein zudem aus versicherungstechnischen Aspekten als notwendig an, eine neue Schließanlage einbauen zu lassen. Auch bei dieser Forderung des FSO zeigte sich Sassenberg verständnislos. „Wir alle haben irgendwelche Schlüssel und damit auch die Verantwortung, darauf aufzupassen.“ Die Genossenschaft scheine das – wie auch andere Dinge – „sehr, sehr lax gehandhabt zu haben“. Hätte die Genossenschaft „alles ordnungsgemäß gehandhabt“, gäbe es jetzt keine Schließanlage zu bezahlen.

Schutz vor Einbrüchen wichtig

Über eines herrschte im Rat Einigkeit: Ein neuer und sicherer Schutz vor Einbrüchen ist wichtig. „Erst im letzten Jahr gab es einen Einbruch im Sonnenbrinkbad“, sagte Oliver Keller (SPD). „Um so etwas in Zukunft zu verhindern, braucht es die geforderte neue Anlage und das Schließsystem.“

Die Grünen-Fraktion sprach sich ebenfalls für die Kostenübernahme aus. „Auch wir wollen dem FSO keine Knüppel zwischen die Beine werfen, finden die Arbeit, die dort geleistet wird, toll und unterstützenswert“, reagierte darauf CDU-Mann Sassenberg. Dennoch könne man „nicht so einfach über die Sache hinweggehen und das Geld bezahlen“, meinte der CDU-Politiker. „Wir als CDU sind dafür, dass die Stadt das Geld zunächst bezahlt und sich die Kosten vom Verursacher erstatten lässt“, schlug Sassenberg vor. Schließlich seien 11 500 Euro „kein Pappenstiel“.

Am Ende stimmte der Rat einstimmig dafür, die 11 500 Euro zu investieren. Der Rat beschloss aber auch, den Fall noch einmal genau prüfen zu lassen und sich das Geld dann – wie von der CDU gefordert – eventuell vom Verursacher zurückzuholen.

Für heute lädt das Sonnenbrinkbad zum ersten Spätschwimmen der Saison ein. Zum regulären Eintrittspreis ist bis 22 Uhr geöffnet. leo

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