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Kunst im Einklang mit der Natur

Ausstellung mit "Ökogemälden" in Obernkirchen Kunst im Einklang mit der Natur

Kunst kommt von Können. Kunst ist, was gefällt. Und Kunst ist, was reibt, provoziert und den Finger in die Wunde legt, am besten genau dorthin, wo es besonders schmerzt. Eine Ausstellung mit Kunstwerken, die – jedes für sich – alle drei Kriterien erfüllen, ist in der Info-Galerie Obernkirchen eröffnet worden.

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Die Malereien des Künstlers Hans-Jörg Hamann regen Besucher zum Nachdenken an.

Quelle: wk

Obernkirchen. Präsentiert werden Malereien von „Ha Nam“ alias Hans-Jörg Hamann, der mit seinen Bildern zum einen auf massive Umweltverschmutzungen seitens der Textilindustrie – speziell bei der „Jeans“-Herstellung – etwa in Vietnam aufmerksam machen möchte, dessen Bilder andererseits aber auch eine sehr hohe Ästhetik haben. Verbindendes Element sind dabei die für seine Malereien verwendeten „Biofarben“, die der in Hülsede beheimatete, aber in Vietnam arbeitende Künstler und Textilexperte als Gegenstück zu den chemiebasierten, konventionellen Färbemethoden zur ökologischen und abwasserfreien Veredelung von Jeansstoffen selbst entwickelt hat.

 Als „Kunst im Einklang mit der Natur“ bezeichnete Lieselotte Dehler-Schmahl, die Leiterin des Hauses, denn auch die von Hamann geschaffenen, meist großformatigen Werke anlässlich der Vernissage. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass dessen „Ökogemälde“ aber nicht nur aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung beim Betrachter Emotionen wecken sollten, sondern diesen eben auch für die von Hamann kritisierten Umweltzerstörungen sensibilisieren und zu einem bewussteren Konsumverhalten zugunsten von etwa Ökotextilien anregen.

 In diesem Kontext verriet Dehler-Schmahl, dass sie auf die Ausstellung im Vorfeld von einem Kunden der Info-Galerie angesprochen worden war, der gemeint habe, dass es zwar ein löbliches Engagement sei, solche Kunstwerke zu präsentieren, die Menschen die damit verbundene Botschaft aber doch sowieso nicht begreifen würden. Sie selbst sei da anderer Meinung, betonte Dehler-Schmahl: „Wenn es auch nur fünf Leute begreifen und ihre Erkenntnisse weitergeben, dann hat es sich schon gelohnt.“

 Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten besucht werden: montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr, von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs und sonnabends von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. wk

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