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Leidenschaft für PS-Monster

Es begann mit einem Film-Klassiker Leidenschaft für PS-Monster

Sommer 1962: Im kalifornischen Modesto kreuzen sich die Wege von jungen Männern. Ihre Schulzeit haben sie gerade hinter sich. Was sollen sie aus ihrem Leben machen? Um diese Frage kreist der Film „American Graffiti“, der 1973 den Grundstein für das Imperium von Regisseur George Lucas legte. Ohne diesen Film wäre Meik Schömer an diesem Nachmittag nicht in Obernkirchen.

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OBERNKIRCHEN. . Er ist in seinem 32er Ford Coupé angereist, ein Nachbau, wie er sofort erklärt, denn die Originale aus dem Jahre 1932, wie sie im Lucas-Film verwendet wurden, sind heute für Normalbürger unerschwinglich.
Vor 20 Jahren hat Schömer den Wagen in „American Graffiti“ gesehen, und sich gesagt: Den will ich haben. Gesagt, getan.
Man tritt dem Ostwestfalen sicher nicht zu nahe, wenn man attestiert, dass er Benzin im Blut hat. Meik Schömer antwortet auf die Frage nach dem Beruf mit Autohändler, und er erzählt von zwei weiteren Hot Rods, die er in den letzten zehn Jahren gekauft hat und an denen er schraubt.
Neben ihm steht seine Ehefrau, Ulrike Schömer ist mit einem Chevrolet Camaro aus dem Jahre 67 angerollt. Der Camaro ist ein Sportwagen aus einer Zeit, als Abgaswerte und Benzinverbrauch noch keine Rolle spielten. Der Oldtimer entstand als Konkurrenz zum extrem erfolgreichen Ford Mustang.
Die Standardmotorisierung des Camaros waren großvolumige V8-Motoren jenseits der 200 PS, und in der Stadtmitte von Obernkirchen macht der Sportwagen mächtig Eindruck – vor allem, als Ulrike Schömer den Motor anlässt.
Kennengelernt haben sich die beiden jedoch nicht über ihre Leidenschaft für PS-Monster. „Zusammengebracht hat uns beide ein pinker Käfer“, erzählt Ulrike Schlömer. Der Wagen stand auf dem Gelände eines Autohändlers und sie ist immer daran vorbeigefahren. Irgendwann hat sie gefragt, ob der Käfer zum Verkauf steht. Meik hieß der Händler, und man kam schnell ins Gespräch. Zur Erinnerung haben sie den Wagen eingemottet.
Die Frage nach dem Foto beantworten beide sofort positiv. „Ja klar, kein Problem.“ Und dann stellen sich Ulrike und Meik Schömer hinter den heißen Ofen, kuscheln sich aneinander und lächeln in die Kamera, einfach perfekt, wie Profis mit jahrelanger Erfahrung. Sie hatten Zeit und Gelegenheit zum Üben, klärt Ulrike Schömer auf, gestern im Park, wo sie drei Stunden vor der Kamera eines Fotografen standen. Denn an diesem Wochenende haben sie geheiratet.
Übrigens: Nach den Dreharbeiten zu „American Graffiti„ sollte der kanariengelbe Ford verkauft werden. Es fand sich jedoch kein Käufer, der die aufgerufenen 1500 Dollar zahlen wollte. Schwerer Fehler, würde Meik Schömer wohl sagen. rnk

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