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„Integrations-Nachmittag“ an der IGS Lernbegierig

Ein Büffet mit Spezialitäten – das ist der Renner beim „Integrations-Nachmittag“ an der IGS gewesen. 70 Teilnehmer ließen sich nicht lange bitten und probierten syrische, afghanische und brasilianische Leckereien.

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Die Schüler fühlen sich in der Sprachlernklasse pudelwohl. Und zwischendurch schmeckt es.

Quelle: mig

Obernkirchen. Schon am Eingang bot sich dem Besucher ein buntes Bild: spielende Kinder und Eltern, die sich miteinander unterhalten, über Kulturgrenzen hinweg und mit Händen und Handy. „Wir freuen uns, hier andere Eltern kennenzulernen“, sagte eine junge Syrerin. Zum einen, weil sie so die Möglichkeit habe, ihr Deutsch zu verbessern – „je mehr Gespräche, umso besser“. Und zum anderen, weil sie alle ein gemeinsames Schicksal teilen. „Wir sind alle aus unserem Land geflohen, haben Verwandte zurücklassen müssen und fühlen uns wie zerrissen.“ Diese Erfahrung lasse sie alle näher zusammenrücken.

Das sieht ihr Tischnachbar ähnlich: er habe in diesen Tagen viel Heimweh. Da sei es gut, mit anderen darüber zu reden. Und natürlich gebe es durch die deutschen Teilnehmer die Möglichkeit, das eigene Deutsch zu verbessern. „Ich muss noch viel üben“, meinte der Afghane schmunzelnd.

Gegenseitiges Kennenlernen

Carina Marunde, die als Lehrerin in der Sprachlernklasse tätig ist, freute sich über die zahlreichen Gäste. Das Ziel dieses Treffens sieht Marunde im gegenseitigen Kennenlernen. Es sei wichtig, dass sich die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammenden Eltern untereinander kennenlernen, sagte Karoline Tietjen, ebenfalls Lehrerin in der Sprachlernklasse. Nur so könne ein Miteinander entstehen.

Wie groß das Gemeinschaftsgefühl jetzt schon ist, zeigte sich beim nächsten Programmpunkt, einem Liedbeitrag. Ein afghanischer Junge sang eine Volksweise – und alle klatschten im Takt. Marunde war zufrieden: „Das haben die Schüler alles selbst vorbereitet.“ Ihre Schüler in der Sprachlernklasse seien insgesamt sehr engagiert und lernbegierig. Ein gutes Beispiel dafür bot der kleine Marchid, der sich auf den nächsten Unterricht freut. „Ich werde mich sehr anstrengen, ich möchte viel lernen“, sagte er leise und stockend.

"Sie wollen unbedingt zur Schule gehen"

Dolmetscher Shikho ergänzte: „Die Kinder, die hierherkommen, sind alle sehr lernbegierig. Sie wollen unbedingt zur Schule gehen, um später die Familie unterstützen zu können.“ Probleme, sich zu integrieren, hätten die Kinder nur, wenn ihre Eltern ihnen anderes vorschreiben. „Etwa, beim Schwimmunterricht für Mädchen oder wenn die Eltern nicht erlauben wollen, dass ihre Tochter eine Klassenfahrt mitmacht.“ mig

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