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Lesung mit Liegestützen

Lese-Millionär in Obernkirchen Lesung mit Liegestützen

Ein Leben ohne Bücher? Das möchte sich Kinderbuchautor Armin Pongs gar nicht vorstellen. Nur wer lese, könne Phantasie(n) entwickeln, sagte Pongs in der Grundschule Obernkirchen. „Ich möchte, dass ihr alle Lese-Millionäre werdet, denn lesen macht reich an Bildern im Kopf.“

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Aufmerksame Kinder: Kaum hat Armin Pongs Krokodil statt Krokofil gesagt, muss er auch schon zehn Liegestütze machen.

Quelle: mig

OBERNKIRCHEN. Kinder können mit Büchern nichts mehr anfangen? Spielen lieber mit dem Gameboy oder chatten im Internet? Von wegen, alles Unsinn! Zumindest in Obernkirchen schmökern die Kleinen immer noch gerne im Buch oder lassen sich vorlesen. Das „beweist“ eine kurze Umfrage von Pongs, der wissen wollte, ob der Nachwuchs noch Bücher liest. Um es vorwegzunehmen: Die große Mehrheit der Schüler liest oder hat vor Kurzem ein Buch gelesen. Und das „freundliche Krokofil“, die literarische Figur von Pongs, kennen ohnehin alle.

Und wenn es doch den ein oder anderen „Nicht-Leser“ unter den „Lese-Ratten“ gegeben haben sollte – der ist spätestens seit dem Auftritt von Pongs bekehrt. Denn Pongs las nicht nur aus seinen „Krokofil“-Büchern, er verteilte auch Geschenke, erzählte Geschichten und machte Liegestütze, um die Kinder bei Laune zu halten. Liegestütze? Ja, Sie haben richtig gelesen – Liegestütze. Für jeden Fehler, den sich Pongs beim Lesen des Wortes „Krokofil“ leistete (zu Beginn des Buches ist das Krokodil noch ein Krokodil) versprach er zehn Liegestütze. Blöd nur, dass sich dieser Fehler gleich viermal (in jeder Jahrgangsstufe) wiederholte.

Weniger Fernsehen und mehr Lesen

Die Kinder hatten jedenfalls sichtlich Freude an der unkonventionellen Lesung. Beim eigens für Pongs komponierten Lied „Der Lese-Millionär“ klatschten und sangen sie eifrig mit, ansonsten war es mucksmäuschenstill in der Aula.

Wie Pongs ein Autor von Kinderbüchern geworden ist, erklärt er so: „Ich wäre heute nicht hier, wenn nicht vor vielen Jahren auch ein Kinderbuchautor an meiner Schule gewesen wäre.“ Das habe in ihm den Wunsch reifen lassen, Kinderbücher zu schreiben. Zum Schluss müssen alle Schüler ein Versprechen abgeben: „Ihr versprecht, dass ihr weniger Fernsehen schaut und mehr lest“, sagt Pongs und verschenkt kleine Muscheln: „Zur Erinnerung an euer Versprechen.“ mig

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