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Männer-WG kommt ins Fernsehen

RTL dreht in Obernkirchen Männer-WG kommt ins Fernsehen

Ein paar warme Socken, selbst gestrickt, gewonnen beim Bingo in einer Seniorenrunde – für Philip Hinken (26), Redakteur beim Fernsehsender RTL, hat sich der Besuch der Bergstadt zumindest in dieser Hinsicht schon mal gelohnt.

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Während des Kaffeekränzchens interviewt der von einem Kamerateam begleitete RTL-Redakteur Philip Hinken (Zweiter von rechts) auch den Damenbesuch am wöchentlichen Senioren-Nachmittag.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. Wobei der bei Kaffee und Kuchen zelebrierte Spiele-Nachmittag in den Räumlichkeiten von „Schwester Karins mobilem Pflegeteam“, Sülbecker Weg 1, nur ein kleines Kapitel der Geschichte ist, die er im Regionalprogramm von RTL Nord erzählen will.

Der genaue Termin hierfür steht zwar noch nicht fest, aber in rund zwei Wochen soll sein Bericht dort – irgendwann in der Zeit von 18 bis 18.30 Uhr – zu sehen sein. Ob als ungefähr sechs- bis sieben Minuten langer Einzelbeitrag, zweigeteilt oder als dreiteilige Mini-Serie bleibt ebenfalls abzuwarten.

Nein zum Pflegeheim

Insgesamt drei Tage war Hinken für seine Story über eine von Karin Engelbrecht-Payet, der Inhaberin des Pflegedienstes, an der Strullstraße betriebene Herren-Senioren-Wohngemeinschaft in Obernkirchen im Außeneinsatz. Am ersten und dritten Tag wurde er dabei von einem dreiköpfigen Kamerateam begleitet. Am zweiten Tag drehte er indes mit einer kleinen Handkamera selbst einige Szenen – und zwar in eben jener Herren-WG, in der er während dieser Zeit auch zweimal übernachtete, um das Treiben in der aktuell vierköpfigen Wohngemeinschaft intensiv mitzubekommen. Und um in Ruhe ausgedehnte Interviews mit den Bewohnern zu führen, die in dem alten Stadthaus trotz individueller altersbedingter Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben führen.

Bei den vier Herren im Alter von Ende fünfzig bis Ende siebzig (ein weiterer Mann kommt demnächst hinzu) handele es sich um Senioren, die noch nicht in ein Alten- und Pflegeheim wollen, aber wegen ihrer Probleme nicht mehr so gut alleine klarkommen, erklärt Engelbrecht-Payet. Unterstützt würden die WG-Bewohner etwa dadurch, dass ihnen das Mittagessen von einer Köchin zubereitet wird, wohingegen sie sich ihr Frühstück und Abendbrot selbst machen. Ebenso müssen sich die Herren selbst darum kümmern, dass sie eine vernünftige Tagesstruktur haben, wobei sie bei Bedarf auch von Mitarbeitern des Pflegeteams bei Besorgungsgängen begleitet werden.

Besondere Abwechslung zum Alltag

Soweit erforderlich, erbringen die Fachkräfte zudem von den Senioren mitunter benötigte ambulante Pflegeleistungen. Für kurzweilige Unterhaltung sorgen dagegen drei kleine, Engelbrecht-Payet gehörende Terrier, die außer in dem von ihr und ihrem Ehemann bewohntem Hinterhaus auch immer wieder in der WG herumwuseln.

Im Mittelpunkt der Dreharbeiten des RTL-Teams zu stehen, das war für die vier WG-Männer eine ganz besondere Abwechslung in ihrem Alltag: „Ich finde das schon gut, denn so oft kommt das ja nicht vor“, verriet Jürgen Roder. Aber der Aufwand, der zur Produktion des letztlich doch nur ein paar Minuten langen Fernsehbeitrages getrieben werde, sei schon sehr groß. Solch ein Projekt mache man nicht alle Tage, erklärte Hinken. Aber ein schnell abgedrehter Beitrag sei in diesem Fall nicht angebracht, da es ja darum gehe, einen tieferen Einblick in das Leben dieser Wohngemeinschaft zu erhalten. Außerdem sei es ein „Experiment“, als junger Mann für zwei Nächte dort einzuziehen und nah bei den Bewohnern deren Alltag zu erleben. Dazu gehörte übrigens neben dem wöchentlichen Seniorennachmittag beim Pflegedienst auch eine Teilnahme am Gedächtnistraining, das dort donnerstags auf dem Programm steht. Beides sind Veranstaltungen, zu denen außer den WG-Herren stets auch mehrere Seniorinnen kommen.

Vom RTL-Tontechniker Olaf Gabriel war zum Thema „Aufwand“ zu erfahren, dass zusätzlich zu den drei Tagen vor Ort auch noch ein, zwei Tage für den Schnitt des Beitrages angesetzt sind. wk

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