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Mehrgenerationenhaus am Lerchenweg

Gemeinschaftsprojekt Mehrgenerationenhaus am Lerchenweg

Helmut Haneklaus aus Osnabrück hat am Lerchenweg ein Einfamilienhaus, erbaut in den siebziger Jahren, gekauft. Haneklaus möchte ein Gemeinschaftsprojekt initiieren und sucht dafür Mitstreiter und Gleichgesinnte. Der 75-Jährige möchte ein Mehrgenerationenhaus entwickeln, „mit echten Menschen“.

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Hereinspaziert: Helmut Haneklaus will am Lerchenweg ein Mehrgenerationenhaus einrichten und sucht jetzt Mitbewohner.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Vor einem Jahr hat seine Tochter ihn darauf aufmerksam gemacht, dass in Obernkirchen ein paar Häuser angeboten werden. Die Objekte hat Haneklaus sich angeschaut und über eine von ihm gegründete Stiftung ein Haus gekauft. Das wurde dann an die Stadt vermietet, sagt er, dort wohnt heute eine syrische Familie. Anschließend hat er das Haus am Lerchenweg gekauft.

 Dort sollen nach seiner Vorstellung unterschiedliche Generationen wohnen und leben. Ein Mehrgenerationenhaus ist für ihn nur der erste Schritt auf dem menschlich richtigen Weg, sagt er, und spricht über ein Mehrgenerationendorf. Diese Mehrgenerationendörfer sind keineswegs Zukunftsmusik, sondern schon gelebte Realität: Etwa in Sachsen-Anhalt, wo sich das Ökodorf Sieben Linden im Altmarkkreis Salzwedel in der Gemeinde Beetzendorf befindet. Mit 140 Bewohnern werden dort seit 1997 nachhaltige Lebensstile entwickelt und gelebt.

Vegan leben kein Dogma

 Haneklaus stammt gebürtig aus Nordhorn. Er lebt seit einigen Jahren vegan. Der 75-Jährige fände es schön, wenn neue Mitbewohner ebenfalls vegan leben würden, aber ein Dogma, sagt er, sei das nicht. Mit dem Mehrgenerationshaus wolle er den Anfang machen. „Ich will nicht mehr warten, bis ich tattrig werde“, sagt er.

 Haneklaus kann auf einen bunten Lebenslauf zurückblicken, er hat im Mineralölhandel gearbeitet, hat danach in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Geflügelfarm aufgebaut und anschließend eine Kfz-Werkstatt in Saudi- Arabien betrieben, ehe er zehn Jahre Fahrzeugteile in Houston/Texas vertrieb. Der 75-Jährige hat mehrere Jahre beruflich mit schlüsselfertigen Häusern und alternativer Energieerzeugung zu tun gehabt, und war an der Nahwärmeversorgung zur Jahrtausendwende für eine Ökosiedlung in Nordhorn beteiligt.

 2014 hat er seine Stiftung „Human Visions“ ins Leben gerufen. Sie will gemeinnützige Projekte in den Bereichen Menschenrechte, soziale und ökologische Gemeinschaften, Natur- und Umweltschutz entwickeln und fördern.

 In dem Haus am Lerchenweg können Haneklaus zufolge bis zu sechs Personen leben. Renoviert hat er im Haus noch wenig. Die handwerklichen Arbeiten stehen alle noch an, bislang strahlt jedes Zimmer den Charme der siebziger Jahre aus. Für ihn ist es eine Form der Rücksichtnahme, denn er könne nicht wissen, was für einen Geschmack künftige Mitbewohner haben, daher sollte man aus seiner Sicht vielleicht vor der Renovierung miteinander sprechen.

 Kontakt: E-Mail an hh@actana.de oder telefonisch unter (0541) 4070863 und 0176 – 78119992.

rnk

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