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Menschen in Bewegung bringen

Neujahrsempfang der BKK 24 in Obernkirchen Menschen in Bewegung bringen

Bald vier Jahre ist es her, dass die BKK24 ihre „Länger besser leben“-Aktion (LBL) aus der Taufe gehoben hat, um die Bevölkerung zu einer gesünderen Lebensweise zu animieren. Und was aus einer Idee geboren wurde, hat sich nach Information von Friedrich Schütte, Vorstand der in Obernkirchen ansässigen Krankenkasse, mittlerweile „zu Deutschlands größter regionaler Gesundheitsinitiative entwickelt“. So zähle die Aktion derzeit rund 7000 Teilnehmer und ein mehr als 220 Institutionen umfassendes Partnernetzwerk.

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Die Gesundheitswissenschaftlerin und BKK24-Mitarbeiterin Sandra Wiese bei ihrem Vortrag.

Quelle: wk

Obernkirchen. Anlässlich des Jahresempfangs, zu dem die BKK24 zahlreiche Gäste aus dem Vereinsleben, der Wirtschaft und der Politik eingeladen hatte, äußerte Schütte indes noch den Wunsch, dass der organisierte und der nicht-organisierte Sport noch mehr zusammenrücken sollten, da dies die Chance biete, „dass noch mehr Menschen in Bewegung kommen“. Dabei warb er nicht zuletzt für die vorbereitenden Trainings und die Leistungsprüfungen zum Erlangen des Sportabzeichens.

 Dass der LBL-Gedanke wirkt, konnte man einem Vortrag der Gesundheitswissenschaftlerin Sandra Wiese entnehmen. Diese hatte zuvor rund 2460 Einsender eines „Gesundheitsfragebogens“ aus den Landkreisen Schaumburg und Nienburg gebeten, Anfang des Jahres bei einer separaten Online-Befragung mitzumachen. Die bislang noch nicht vollständig abgeschlossene Auswertung lässt nach ihren Worten eine erfreuliche Tendenz erkennen: So gaben 37 Prozent der Teilnehmer an – motiviert durch die „LBL“-Idee – mehr Obst und Gemüse zu konsumieren oder es zumindest eine Zeit lang getan zu haben. 47 Prozent sind körperlich aktiver oder waren es zumindest eine Zeit lang. 50 Prozent der Befragten berichteten, ihr Wohlbefinden habe sich durch die gesündere Lebensweise verbessert.

 Positives zum Thema konnte auch der an diesem Abend ebenfalls als Referent fungierende Werkleiter der in der Bergstadt gelegenen Glasfabrik Ardagh, Andreas Kehne, vermelden: Von den rund 280 dort beschäftigten Mitarbeitern und Auszubildenden des Industrieunternehmens machen demnach bereits rund 15 Prozent bei der Aktion mit, indem sie etwa die Leistungsprüfungen für das Sportabzeichen absolvieren. Für die Auszubildenden richte man in Kooperation mit der BKK24 spezielle Workshops aus, im Rahmen derer über die Themen gesunde Ernährung, Sport und Suchtprävention informiert wird.

 Unterm Strich mache sich dies für das Ardagh nicht zuletzt insofern positiv bemerkbar, als dass die Anzahl der Kurzzeiterkrankungen der Mitarbeiter laut Kehne kontinuierlich abnehme.

 „Ich empfinde es als sehr wichtig, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Das fängt bei jedem Einzelnen von uns an und hört bei Akteuren, die für die Gesundheit anderer mit Verantwortung tragen – in Kindertagesstätten, Schulen, am Arbeitsplatz oder im Pflegeheim – auf“, sagte der als Gastredner eingeladene CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann. „Ziel muss es sein, die Umgebung, in der wir leben, lernen und arbeiten, so zu gestalten, dass sie die Gesundheit unterstützt.“ Dabei gehe es aber nicht nur darum, den Zeigefinger zu erheben, sondern man müsse auch Anreize schaffen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun, damit die Menschen nicht zu Hause nur auf dem Sofa sitzen.

 Axel Achten, Geschäftsführer der zum Deutschen Olympischen Sportbund gehörenden Deutschen Sportmarketing GmbH, appellierte an die Politik, das Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen stärker zu fördern, da dies einen volkswirtschaftlichen Wert in Höhe von mehreren Milliarden Euro habe.

 Der SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Becker sprach sich in seinem Grußwort dafür aus, den Menschen den Zugang zu sportlicher Bewegung einfach zu machen, wie dies etwa beim Sportabzeichen der Fall sei.

 Mit dem „LBL“-Ehrenpreis des Jahres 2015 wurde Michael Sauer ausgezeichnet, der sich als Sportabzeichen-Referent des Kreissportbundes in hohem Maße für diesen Bereich des Breitensportes engagiert. wk

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