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Obernkirchen Stadt Mit neuen Impulsen aus Berlin zurück
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Mit neuen Impulsen aus Berlin zurück
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08:33 06.02.2018
Zehn Vereinsmitglieder der Obernkirchen Raptors und zwei Vertreter der Volksbank in Schaumburg wohnen dem Bundesfinale der „Sterne des Sports“ bei. Quelle: pr
Obernkirchen

Die Bedeutung dieses Preises wird dadurch verdeutlicht, dass die Verleihung im jährlichen Wechsel mal durch den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin, mal durch den Bundespräsidenten gemeinsam mit dem Präsidenten des DOSB vorgenommen wird. So hatten sich jetzt Alfons Hörmann und Frank-Walter Steinmeier eingefunden, um die herausragendsten deutschen Breitensportprojekte des Jahres 2018 zu würdigen.

Mit den Obernkirchen Raptors hat erstmals ein Schaumburger Verein über den bronzenen und silbernen Stern den Weg bis nach Berlin genommen. Mit ihrem Projekt „Gelebte Träume – verwirklichen“, das nicht nur den geplanten Umzug in eine feste Sportstätte im ehemaligen Aldi-Gebäude am Bornemannplatz umfasst, sondern auch das vielseitige soziale Engagement der Raptors wie die Zusammenarbeit mit der Grundschule Obernkirchen, dem Jugendhof Hirschkuppe in Steinbergen, der Ferienbetreuung (Owoki) sowie der Unterstützung und Integration von Flüchtlingen und sozial benachteiligten Familien beinhaltet, konnten die Verantwortlichen die Jurys überzeugen.

Public Viewing im Jugendzentrum

Am Verleihungstag warteten nicht nur die zwölf Vertreter des Vereins und der Volksbank in Schaumburg gespannt auf die Preisverleihung, auch im Obernkirchener Jugendzentrum drückte eine Delegation von Vereinsfreunden und Volksbank-Vertretern beim „Public Viewing“ des Livestreams die Daumen. Umrahmt von einem Tanzprogramm und souverän moderiert durch die Sportstudiomoderatorin Katrin Müller-Hohenstein wurden die unterschiedlichen Projekte der Landessieger vorgestellt. Der Puls der Obernkirchener ging dabei immer schneller, als mehr und mehr Projekte ihre Preise empfingen und der Name Raptors noch immer nicht gefallen war. Tatsächlich gingen die Bergstädter als Zwölfte auf die Bühne, was den vierten Platz bedeutete. Aber Enttäuschung gab es bei keinem der Beteiligten. Zu beeindruckend waren nicht nur die große Preisverleihung, sondern auch die Vergabe des Publikumspreises am Vorabend gewesen.

Bundessieger 2017 wurden die „GäMSen“ vom Alpenverein aus Wuppertal, die ein Kletterprojekt für an Multipler Sklerose Erkrankte ersonnen haben, Platz zwei ging an den Judo-Club Kim Chi Wiesbaden, und den dritten Rang belegte der Verein „Laufen hilft“ aus Leipzig.

"Wir übernehmen einiges"

Der Vereinsvorsitzende der Raptors, Olaf Quest, jedenfalls konnte nur Positives finden. „Nicht nur das tolle Erlebnis bleibt uns, sondern die vielen tollen Ideen und Impulse, die wir für unsere eigene Arbeit mit nach Hause nehmen können“, so Quest. Das Projekt von Kim Chi Wiesbaden zum Beispiel, bei dem es unter anderem um Selbstbehauptung in Schulen und das Suchen von Helfern im heimischen Handel, die Schutzzonen anbieten, geht, sei durchaus inspirierend. „Davon wollen wir einiges übernehmen. Und auch andere Ideen, die wir ohnehin im Konzept hatten, werden durch das Medienecho und die Personen, die mitarbeiten möchten, jetzt möglich“, so Quest. r