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Klosterrevierförsterei Nachhaltigkeit als Ziel

Insgesamt 1710 Hektar Wald – Eigentum der Klosterkammer Hannover – bewirtschaftet die Klosterrevierförsterei Obernkirchen auf dem Bückeberg.

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Mit fachkundigem Blick wählen die beiden Forstwirte der Klosterrevierförsterei Obernkirchen – hier: Vincent Pahnke – in den noch jüngeren Forstbeständen diejenigen Bäume aus, die aus forstlicher Sicht uninteressant sind und die deswegen mittels „Spacer“ bodennah abgesägt werden. 

Quelle: wk

Obernkirchen. Zudem betreut sie den am Rande der Bergstadt gelegenen, rund 35 Hektar großen, Stiftswald, der dem Stift Obernkirchen gehört. Unterm Strich setzen sich die beiden Waldungen zu etwa 60 Prozent aus Nadelbäumen und zu 40 Prozent aus Laubbäumen zusammen, wobei die beiden Baumarten Fichte (Nadelholz) und Buche (Laubholz) vorherrschend sind.

 Das berichtet Mark Gützkow, der Leiter der Klosterrevierförsterei, zu deren „Kernmannschaft“ außer ihm selbst auch noch zwei angestellte Forstwirte zählen, die unterschiedliche forstliche Arbeiten erledigen. Angefangen beim Anpflanzen von neuen Bäumen über das Pflegen junger Baumbestände bis hin zum „motormanuellen“ Fällen von Bäumen mittels Motorsäge.

 In diesem Jahr habe man bis Ostern bereits rund 7000 Jungbäume auf dem Bückeberg gepflanzt – so etwa die heimischen Arten Fichte, Kirsche, Bergahorn und Elsbeere, verrät Gützkow. In erster Linie betreibe man diese Aufforstungen mit dem Ziel, nachhaltig Bäume heranwachsen zu lassen, um auch zukünftig Stamm- und Wertholz ernten zu können. Daneben bereichere man durch das Anpflanzen von „Begleitbaumarten“ wie der Elsbeere aber auch die Artenvielfalt und trage – etwa wegen des markanten Habitus (Wuchses) der Elsbeere – damit zu einer Verschönerung der Waldästhetik bei.

 Erst im Frühjahr angelaufen ist bei der Klosterrevierförsterei indes die „Jungbestandspflege“, im Rahmen derer die beiden Forstwirte Vincent Pahnke und Ingo Scholz durch die ungefähr fünf bis 15 Jahre alte Forstbestände gehen und dort gezielt jene Bäume bodennah absägen, die beschädigt oder schlecht gewachsen sind: „Das ist eine Investition in die Zukunft“, betont Gützkow. Denn dadurch fördere man die vom Wuchs und von der Vitalität her „guten Bäume“, die durch diese Maßnahme mehr Platz zum Heranwachsen bekommen. Zum Einsatz kommen dabei übrigens sogenannte „Spacer“ – an Stangen geführte kleine Motorsägen, die zur Gewichtsentlastung an Rückentragegestellen nebst Gerätemotor aufgehängt sind, sodass damit ein über längere Zeit ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.

 Was die Holzernte betrifft, werden auf dem Bückeberg das ganze Jahr über Nadelbäume geerntet, während der saisonal auf die Herbst- und Wintermonate beschränkte Holzeinschlag bei den Laubbäumen schon seit Februar abgeschlossen ist. Von den bereits erwähnten kleineren motormanuellen Holzeinschlägen der beiden Forstwirte abgesehen, kooperiert die Klosterrevierförsterei bei der Holzernte im größeren Stil mit externen Forstunternehmen, die über schwere Forsterntemaschinen verfügen.

 „Ein Harvester schafft an einen Tag die Arbeit von zehn bis 15 Forstwirten“, erläutert der Experte. Und angesichts des hohen Kostendrucks, unter dem die Forstwirtschaft heutzutage steht, sei der Einsatz solcher Maschinen letztlich wirtschaftlicher als die Holzernte – wie früher üblich – von einer eigenen, vielköpfigen Waldarbeiter-Mannschaft von Hand erledigen zu lassen.

 Sitz der Klosterrevierförsterei Obernkirchen ist inzwischen übrigens ein von der Klosterkammer Hannover erworbenes, älteres Gebäude an Tünnermanns Wiesen oberhalb des Obernkirchener Golfplatzes.

 Dies sei vom Vorbesitzer bislang zwar nur zu privaten Wohnzwecken genutzt worden, aber als Forsthaus ideal geeignet, sagt Gützkow. So gehöre zu dem idyllisch am Waldrand gelegenen Anwesen zum Beispiel ein Nebengebäude, das man als Lagerraum sowie Werkstatt nutze. Außerdem biete das Areal ausreichend Stellplätze für die Dienstwagen und als besonderes Plus eine unmittelbare „Präsenz vor Ort“.

 Feste Sprechzeiten für Kunden oder andere Besucher gibt es dort allerdings nicht. Stattdessen vereinbart Gützkow, der das Haus mit seiner Familie bewohnt, bei Bedarf individuelle Termine. „Ich bin einfach zu viel im Wald unterwegs, um feste Sprechzeiten anzubieten“, erklärt er.

 Mit fachkundigem Blick wählen die beiden Forstwirte der Klosterrevierförsterei Obernkirchen – hier: Vincent Pahnke – in den noch jüngeren Forstbeständen diejenigen Bäume aus, die aus forstlicher Sicht uninteressant sind und die deswegen mittels „Spacer“ bodennah abgesägt werden. wk

 

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