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Nanu, ein Mähdrescher auf dem Marktplatz?

Obernkirchen Nanu, ein Mähdrescher auf dem Marktplatz?

Der Mähdrescher hat 455 PS, eine Schnittbreite von siebeneinhalb Metern – und er steht mitten auf dem Marktplatz der Bergstadt. Was wollen die Landwirte Dirk Rodenbeck und Hartmut Prange dort mähen? Gar nichts, stellt sich schnell heraus, der Gelldorfer Rodenbeck und der Vehlener Prange bilden eine sogenannte Maschinengemeinschaft – sie teilen sich den Mähdrescher – und sie sind einer Einladung des Obernkirchen-Projektes „Strull & Schluke“ gefolgt.

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Der Nachwuchs darf Platz hinter dem Lenkrad nehmen – und lässt sich nicht zweimal bitten.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Die beiden Landwirte ließen sich nicht zweimal bitten. Das Ziel der Aktion: Die Kinder lernen, wie Mähdrescher funktionieren – und wie aus Korn Brot wird.

 Das Thema passt zur Jahreszeit, erklärte Kindergartenleiterin Barbara Hesse, zum Erntedank, und im Kindergarten sei das Thema besprochen worden: Anhand eines Bilderbuches hätten die Kinder gesehen, wie einst das Korn geerntet und gedroschen wurde, und jetzt könne sich der Nachwuchs auf dem Marktplatz ansehen, wie die Landwirtschaft heutzutage arbeite. Und am heutigen Freitag wolle man im Kindergarten Brot backen. Dazu sollte man aber nicht den mitgebrachten Weizen nehmen, klärte Rodenbeck auf: Der sei nur für die Fütterung gedacht, daher fehle ihm Klebereiweiß. Das mit Weizen gebackene Brot würde wunderbar aufgehen – und sofort wieder zusammenfallen.

 Die Kinder, die natürlich auch – mit tatkräftiger Auf- und Abstiegshilfe – einmal am Lenkrad Platz nehmen durften, waren zufrieden bis begeistert. Das konnte Rodenbeck sofort nachvollziehen: „Wenn wir den jedes Jahr aus der Scheune holen, dann sind wir auch jedes Mal begeistert.“

 Dass die beiden Landwirte Zeit für die Kinder hatten, ist der Ernte geschuldet: Sie ist weitgehend eingefahren. Landesweit fiel die Ernte mit insgesamt fast 6,7 Millionen Tonnen Getreide nochmals besser aus als die gute Vorjahresernte in Höhe von knapp 6,4 Millionen Tonnen, teilt der Landvolk-Pressedienst Niedersachsen mit. Im Durchschnitt aller Getreidearten wurden mehr als 80 Dezitonnen Getreide je Hektar geerntet, bis Mitte der achtziger Jahre wurden maximal bis zu 50 Dezitonnen je Hektar geerntet. Bessere Züchtung und Anbautechnik haben unter anderem diesen Innovationsschub möglich gemacht.

 Zurück auf den Kirchplatz: „Wir haben mit dem Kindergarten und den Landwirten locker vereinbart, dass wir uns im nächsten Jahr um das Thema ,Schweine‘ kümmern“, sagt Projekt-Initiator Arne Boecker , „die treiben wir dann aber besser nicht die Schluke hoch, sondern besuchen sie im Stall in Gelldorf.“rnk

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