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Neue Blüte für Brockmanns Garten

Aktion für historisches Kleinod Neue Blüte für Brockmanns Garten

Brockmanns Garten, das „Hinter dem Graben“ gelegene und 165 Jahre alte Bürger-Kleinod, sieht einer neuen Blüte entgegen.

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Freuen sich auf bis zu 25 Obernkirchener Internetblogger als neue Gartenpfleger: Dieter Fahrenbach , Burkhard Obst und Jutta Meves (von links).

Quelle: tw

Obernkirchen. Gemeinsam mit den Gartenfreunden will „Strull & Schluke“ ab kommendem Sonnabend dem Frühling Beine machen. „Der Internetblog unterstützt als Obernkirchen-Projekt die Ehrenamtlichen um Dieter Fahrenbach mit zunächst zehn Freiwilligen bei der Pflege der unter Denkmalschutz stehenden Anlage“, freut sich Burkhard Obst, der die Arbeiten auf Seiten der Stadt koordiniert.

 „Wir können das Mehr an ,Manpower‘ gut gebrauchen“, freut sich Fahrenbach. Denn der noch etwa zehn Köpfe zählende lockere Freundeskreis, der sich seit mehr als einer Dekade um Brockmanns Garten verdient macht, ist in die Jahre gekommen. Aktuell ist es nur noch ein Trio, auf dem die ganze Last der Pflege liegt.

 „Das ehrgeizige Ziel von ‚Strull & Schluke‘ ist es, den Garten bis Ende 2015 mit dann sogar 25 Mitgliedern in Schuss zu halten“, sagt Jutta Meves, die sich selbst engagiert. Doch das ist noch nicht alles: „Bereits ab Mai will das Obernkirchen-Projekt bei ,Brockmann‘ öffentliche Events anbieten, die zum Charakter des Kleinods passen – Lesungen zum Beispiel und Klassikkonzerte“, ergänzt die Gartenfreundin.

 Am 14. März wollen Meves und Compagnons dem Freundeskreis „Hinter dem Graben“ erstmals zur Hand gehen. Danach soll es dann künftig jeden Sonnabendmorgen einen festen Pflegeeinsatz geben, weitere nach Bedarf auf Zuruf.

 „Das künftige Pflegekonzept für den Garten ruht – neu – auf drei Säulen“, berichtet Obst. Konkret: Neben dem Freundeskreis, der von nun an durch „Strull & Schluke“ ergänzt wird, kümmert sich ein Mitarbeiter der Stadt Obernkirchen um das Kleinod. Dritte und letzte Säule im Konzept sind ortsansässige Gartenfachbetriebe, die sich dem Denkmal als Professionelle annehmen; Obst nennt Beate und Aivaras Venckus („Der schöne Garten“) und Gerhard Kirchner („Obernkirchener Garten- und Landschaftsbau“). Weil Profipflege kostet, hat die Stadt kürzlich den Jahresetat für Brockmanns Garten auf etwa 6500 Euro erhöht.

 Die Gartengeschichte in Kürze: Im Jahre 1821 kaufte der Arzt Dr. Ferdinand Brockmann die Häuser Nr. 33 und 34 und das dazugehörige Gartengrundstück als Sitz für sich und seine Familie. Über 150 Jahre blieb das Ensemble im Besitz der Familie Brockmann. Der Garten selbst wird erstmals 1849 erwähnt. Zwischen 1870 und 1880 erhielt er in etwa seine heutige Form. Die Familie Brockmann nutzte das Kleinod bis in die siebziger Jahre. Dann wurden Haus und Garten verkauft. Nur der damalige B-Plan mit seiner Zweckbestimmung „Gartenland“ und die Ziele der Stadtkernsanierung verhinderten, dass auf dem Gelände unter der Regie des neuen Besitzers ein Einfamilienhaus gebaut wurde. Die Stadt kaufte den Garten.

 Durch die Teilnahme an den „Offenen Pforten“ in Schaumburg und in der Region Hannover, die Tage des Offenen Denkmals und die Sonntagsöffnung (Juni bis August 12 bis 18 Uhr) ist Brockmanns Garten längst auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Wer mag, kann „Brockmanns“ aber auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigen. Tipp: In etwa zwei Wochen sollen dort die Krokusse, in etwa vier Wochen die 100 Jahre alte Magnolie in voller Blüte stehen.

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