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Obernkirchen Stadt Neuer Pfeffer nötig
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00:18 01.04.2015
Den Mitgliederschwund nimmt Klaus-Dieter Scheithauer sportlich. Quelle: wk
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Obernkirchen

Allein in den vergangenen fünf Jahren habe man 25 Mitglieder verloren: Zum einen, weil diese aus Altersgründen, wegen einer Langzeiterkrankung oder aus anderen Gründen austraten, zum anderen, weil sie bedauerlicherweise verstarben, berichtet der Vorsitzende Klaus-Dieter Scheithauer. Dementsprechend sei auch der Anteil der aktiven Sänger geringer geworden.

 Die Disziplin der Aktiven, bei den Chorproben und öffentlichen Auftritten des Männergesangvereins Präsenz zu zeigen, sei „wirklich in Ordnung“, ergänzt der Chorleiter Werner Hobein. Aber es werde zunehmend schwieriger, die jeweiligen Gesangsstimmen für den vierstimmigen Männerchor („Die absolute Zahl der aktiven Sänger sagt da nichts“) in ausreichender Zahl zu besetzen, damit das Ganze auch ausgewogen klingt. Nur zwei Bässe beispielsweise seien einfach zu wenig.

 Im Klartext: „So wie der Chor jetzt aufgestellt ist, können wir nur hoffen, dass unsere Langzeitkranken wieder an Bord kommen – wenn nicht, haben wir ein Problem“, sagt Hobein. Unabhängig davon plädiert er dafür, das bislang einstudierte, umfangreiche Repertoire an Liedern um neue Stücke zu erweitern, um hinsichtlich der Konzerte interessant zu bleiben. Oder anders formuliert: „Da muss auch mal wieder neuer Pfeffer druntergemischt werden, denn sonst wird auch die beste Suppe fade.“

 „Wir müssen, wenn wir am Leben bleiben wollen, auch neue Wege beschreiten – und dabei einen langen Atem haben“, merkt Scheithauer an. Exemplarisch erinnert er in diesem Kontext an das im Jahre 2014 in der Bergstadt erstmalig ausgerichtete „24-Stunden-Singen“, durch das man als Verein eine große Aufmerksamkeit erhalten habe.

 Zudem weist er auf das vom Verein geplante „2. Obernkirchener Musikfest“ am 26./27. September hin, das eine Gelegenheit sei, zusätzliche Mitglieder respektive Sänger zu gewinnen. Dies nicht zuletzt deshalb, da sich der Mitgliederschwund auch finanziell beim Männergesangverein Obernkirchen bemerkbar macht. Deshalb hat der Vorsitzende seine Sangesbrüder bereits darauf eingestimmt, dass man „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ wohl nicht um eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge ab 2016 herumkommen werde, um die im Laufe eines Vereinsjahres anfallenden Kosten weiterhin bezahlen zu können. Dabei betonte er jedoch, dass die Beiträge seit Einführung des Euro noch nicht angepasst worden seien und bislang auf einem sehr niedrigen Niveau liegen würden. wk

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