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Neues Stadtfest für ein neues „Wir“-Gefühl

Obernkirchen / Barbarossa-Markt Neues Stadtfest für ein neues „Wir“-Gefühl

Der Stadtrat hat über die künftige Form des „Barbarossafestes“, so der Arbeitstitel, entschieden. Wie die Abgeordneten bei ihrer jüngsten Zusammenkunft im Sitzungssaal des Rathauses einstimmig beschlossen haben, soll das Bergstadt-Bürgerfest alle zwei Jahre an ein und demselben festen Termin im Wechsel mit dem Bürgerschützenfest stattfinden – erstmals im Jahre 2014.

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Quelle: Deenee

Obernkirchen (tw). Detailkritik an der Mehrheitsmeinung übt Horst Sassenberg (CDU): „Ein ‚Barbarossafest‘ nur alle zwei Jahre – das ist nach dem Wegfall des Frühlingsmarktes zu wenig; das wirkt ja, als sei das Fest ein Auslaufmodell.“

 Wie auch immer. Fest steht: Die Organisation des „Barbarossafestes“ wollen Rathaus und Rat in die Hände eines Veranstaltungsprofis legen. „Das hat den Grund, dass ein Ehrenamtlicher die für ein solches Fest nötigen Kontakte einfach nicht hat“, begründet Oliver Schäfer. Der Bürgermeister: „Besagter Profi hat seine Ideen bereits im Fachausschuss vorgestellt; sie sind dort auf fruchtbaren Boden gefallen.“ Schäfer meint Heiko Rehling, den Geschäftsführer der „portaevent GmbH“. Diese versteht sich als Partner für die Planung von Events jedweder Art und Größe, aber auch für Dinge wie Bühnenbau, Ton-, Licht- und Videotechnik. Auf der Referenzliste von portaevent stehen regelmäßige Großereignisse wie „Porta tischt auf“, das Blues Festival in Werder/Havel sowie Zeltfeste in Neesen, Holzhausen, Leteln und Nammen (wir berichteten).

 Rehling, dem das Stadtlabor künftig zuarbeiten soll, hatte Mitte Juli neugierig gewordene Abgesandte von 30 Vereinen im Sportheim des SVO mögliche Grundzüge eines „Barbarossafestes“ neuer Art präsentiert. Auftrag an Rehling seitens des Rates nunmehr: Er soll den Begriff „Barbarossa“ als zentrales Marketingelement nutzen und so ein Alleinstellungsmerkmal für das Event schaffen.

 Besagtes Fest soll nach der Mehrheitsmeinung im Stadtparlament künftig am Freitag beginnen und am Sonntagmittag enden, also maximal zweieinhalb Tage laufen. Doch es gibt auch einzelne andere Stimmen: „Schon Sonntagmittag Schluss? Das ist schlecht“, meinen Sassenberg und Michael Dombrowski. Der Christdemokrat und der Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen: „Gerade der Sonntagnachmittag ist für das Fest enorm wichtig; er muss mit dazu.“

 Beschlossene Sache und im Rat unwidersprochen bleibt dagegen, dass das „Barbarossafest“ – wieder – als Rundlauf angelegt werden soll. Gedacht ist an eine Art Mischfest, in das der Wochenmarkt integriert werden könnte und das über zwei Musikbühnen sowie unterschiedlichste Verkaufsbuden verfügen soll.

 Schäfer: „Im ersten Jahr des ‚Barbarossafestes‘ muss die Stadt das Geld bereitstellen und somit in Vorleistung treten.“ Es soll aber ein „treuhänderischer Rücklauf“ erfolgen. Eben das ruft Sassenberg erneut auf den Plan. Denn für ihn ist es ein Widerspruch, dass die Vereine auf der einen Seite Geld verdienen sollen, die Stadt auf der anderen Seite aber einen trauhänderischen Rücklauf erwartet. „Kein Widerspruch“, so Schäfer. Er will für diesen treuhänderischen Rücklauf ein „abgestuftes Verfahren“ finden. Das Prinzip: Wer an dem Fest viel verdient, soll mehr abgeben, wer nicht viel verdient, entsprechend weniger.

 Dass der „Barbarossamarkt“ früher einmal ein Volksfest gewesen ist: Daran erinnert Martin Schulze-Elvert. „Da wollen wir jetzt wieder hin“, unterstreicht der CDU-Fraktionschef. Bestücken sollen das Fest nach seiner Meinung die Ehrenamtlichen aus Obernkirchen, der Profi soll es nur ergänzen, der Bergstadt „Porta“ aber nicht 1:1 überstülpen. Überhaupt gibt es Schulze-Elvert in dem jüngsten Beschlussvorschlag schon viel zu viele Vorgaben: „Ich dachte, die Feinheiten regelt das Stadtlabor.“

 Christina Louise Steinmann (Bündnis 90/Die Grünen) widerspricht vehement, will das Festgeschriebene nicht wieder als „unverbindlich“ erklärt und an das Stadtlabor zurück überstellt wissen.

 Beate Krantz springt ihrem Fraktionskollegin Schulze-Elvert bei: „Für mich ist das vorliegende Papier nur ein Planungsentwurf. Er ist später noch revidierbar.“

 Am Ende überwiegt das Positive: „Das Fest wird jetzt auch für die Vereine attraktiv, die zuvor Angst vor dem Finanzrisiko und dem Organisationswust hatten“, befindet Bernd Kirsch (WIR). Er hält nach einem eigenen Besuch große Stücke auf das Stadtfest in Porta, hat an dem Positionspapier, das dem Ratsentscheid zugrunde liegt, maßgeblich mitgearbeitet. Insbesondere durch das finanzielle Engagement der Bergstadt werde den Vereinen eine große Hürde genommen, ist der Chef des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten überzeugt. „Sie“, so Kirsch, „haben zum einen eine Chance, etwas Geld in ihre Kassen zu bekommen, werden zum anderen durch den Zwei-Jahres-Rhythmus aber nicht überfordert.“

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