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Neues von den Dinos

Obernkirchen Neues von den Dinos

Das Dino-Denkmal der Bergstadt ist komplett: Im Beisein von Sponsor Klaus Köster, Geschäftsführer der Obernkirchener Sandsteinbrüche GmbH, und der Paläontologin Annette Richter haben Politiker aus dem Ausschuss für Bürger und Bildung die acht Tonnen schwere Fährtenplatte an der katholischen Kirche St. Josef samt Infostele, Parkbänken und Beleuchtung eingeweiht.

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Die Trittsiegel der Pflanzenfresser sind auf der Fährtenplatte grün, diejenigen der Fleischfresser rot markiert.

Quelle: tw

Obernkirchen. Besonders schön dabei: Die Sandsteinskulptur des von Vandalen vermutlich in der Nacht vom 5. auf den 6. September von seinem Sockel geschlagenen kleinen Raubsauriers konnte rechtzeitig zur Feierstunde wieder hergestellt werden. Die von dem Bildhauer Frank Eimermacher (Rolfshagen) gestaltete Echse thront nun erneut auf ihrem etwa 1,20 Meter hohen Podest. Auf der Vorderseite ist „Dinostadt“ in den Stein gemeißelt, die Rückseite trägt die in ein Halbrelief des Saurierkopfes eingemeißelten Initialen des Künstlers: „F.E.“ Das Ganze ist eine Spende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVO).

Der Kostenrahmen für das Gesamtprojekt „Fährtenplatte“ konnte eingehalten werden. Der Anteil der Stadt beträgt etwa 12000 Euro; einen weiteren Betrag von mehr als 7000 Euro konnte Obernkirchen zudem als Fördermittel einwerben.

Hinzu kommt: Richter ist Mitautorin eines dickleibigen Bildbandes namens „Dinosaur Tracks“ (Dinosaurier Spuren), der voraussichtlich am 21. Juni 2016 auf Englisch in den USA bei Indiana University Press erscheinen wird. Das Buch, das 90 Dollar kosten soll, hat 520 Seiten und 177 Farbabbildungen. Die Jahrhundertfunde in Obernkirchen nehmen darin breiten Raum ein.

Nach der Eröffnungsansprache des Bürgermeisters erläuterte Richter am Dinodenkmal Heyestraße die rote und grüne Farbgestaltung von sechs dreizehigen Fußspuren auf der Fährtenplatte. Das Markieren der Trittsiegel wird von der Wissenschaftlerin als hilfreich angesehen, damit Betrachter die Abdrücke der fleischfressenden Neovenator (rot) und pflanzenfressenden Iguanodons (grün) auf der Fährtenplatte voneinander unterscheiden können.

Die zweite Sandstein-Stele trägt unter einer Platte aus Plexiglas die Abbildungen der Dinos, von denen die Spuren auf der Fährtenplatte stammen und den Text: „Auf der Oberseite des acht Tonnen wiegenden Sandsteinblocks aus den Obernkirchener Sandsteinbrüchen erkennt man eine Vielzahl von Dinosaurierfährten. Sie sind allesamt dreizehig und stammen mehrheitlich von fleischfressenden Dinosauriern (Neovenator), einige jedoch auch von Pflanzenfressern (Iguanodon). Diese riesigen Reptilien des Erdmittelalters hinterließen ihre Spuren vor über 140 Millionen Jahren in der Unterkreide (Berriasium), als das Schaumburger Land noch tropisch war. An der beieindruckenden Dicke des hier liegenden Blocks kann man bereits erkennen, dass es sich bei den Obernkirchener Sandsteinen um hervorragende Naturwerksteine handelt, die in sehr großen Blöcken gewonnen werden können. Ihre enorme Verwitterungsfestigkeit macht sie seit über 1000 Jahren zu einem begehrten Material für eine Vielzahl verschiedenster Bauten.“

Merke: Alle Saurierabdrücke sind mit einer Schutzschicht überzogen worden; mögliche Farbschmierereien lassen sich so schnell und rückstandslos beseitigen. tw

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