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Obernkirchen Stadt Nicht für alle ein Muss
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Nicht für alle ein Muss
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00:17 04.03.2017
In dem DRK-Gebäude an der Bornemannstraße würde die Freifunk-Initiative Obernkirchen gerne einen Freifunk-Router installieren, um den Kunden der „Tafel“ dort einen kostenlosen Zugang ins Internet zu ermöglichen. Quelle: wk
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OBERNKIRCHEN

Im vergangenen Herbst hatte die Initiative die Router durch den örtlichen Wirtschaftsförderverein bei der  „NETZ-Zentrum für innovative Technologien Osterholz GmbH“ bezogen. Bis Ende Februar sollten alle verteilt sein. Nach diesem Termin, so lautet das Reglement des vom Land Niedersachsen aufgelegten 100000 Euro schweren Förderprogramms, müssten die bis dahin nicht in Betrieb genommenen Geräte wieder an das Unternehmen zurückgesandt werden.

15 Geräte noch übrig

 Trotz intensiver Bemühungen ist es der hiesigen Freifunk-Initiative bislang jedoch nicht gelungen, ausreichend Unterstützer zu finden, die bereit sind, bei sich zu Hause oder etwa im Geschäft einen Freifunk-Router aufzustellen. Für ungefähr 15 dieser Geräte, die übrigens kostenlos zur Verfügung gestellt werden, habe man noch keinen Abnehmer gefunden, berichtet der Obernkirchener Freifunk-Aktivist Bernd Kirsch.

Geeignete Standorte gibt es genug

 An geeigneten Standorten mangele es allerdings nicht. Bei dem an der Bornemannstraße ansässigen DRK-Kreisverband Schaumburg zum Beispiel wäre die Installation eines solchen Routers sinnvoll, damit die Kunden der in diesem Gebäude untergebrachten „Tafel“ während der Wartezeiten im Internet surfen können. So etwa, um sich darüber zu informieren, was denn so alles „in der Welt“ los sei. Unter sozialen Aspekten wäre es jedenfalls eine gute Sache, wenn die bedürftigen Menschen dort kostenlos freies WLAN respektive Freifunk nutzen könnten, so Kirsch.

Initiative gibt Hoffnung nicht auf

 Doch Kirsch und seine Mitstreiter von der Freifunk-Initiative geben die Hoffnung nicht auf, auch noch für die restlichen Router Unterstützer zu finden, die daran mitwirken, ein möglichst flächendeckendes Freifunk-Netz in der Bergstadt zu knüpfen. Dazu müssen die Unterstützer eben bei sich zu Hause oder im Geschäft/Unternehmen die Installation der Geräte ermöglichen und einen kleinen Teil ihrer bereits vorhandenen Internet-Bandbreite für den Freifunk zur Verfügung stellen.

 Zeit bis zum 30. April

 Den Aktivisten kommt bei der Umsetzung ihres Vorhabens entgegen, dass die hinsichtlich der Router-Installation zunächst gesetzte Frist dieser Tage ausgedehnt worden ist: Bei einem überregionalen Netzwerktreffen am 22. Februar in Osterholz-Scharmbeck, an dem Vertreter zahlreicher Freifunk-Initiativen sowie der „NETZ“-GmbH“ teilgenommen hatten, sei bekannt gegeben worden, dass diese Frist auf den 30. April verlängert worden sei, sagt Kirsch. Daher habe man nun also doch noch etwas Zeit, Abnehmer für die rund 15 restlichen Router zu finden.

 Der Ausbau des Freifunk-Netzes sei ein Gewinn für die Bergstadt, da davon im Grunde „alle“ profitieren können – Ortsansässige ebenso wie Besucher und Touristen, kommentiert Joachim Gotthardt, der Vorsitzende des Vereins für Wirtschaftsförderung in Obernkirchen. „Und wenn man mit der Zeit gehen will, muss man so etwas auch anbieten.“ Aus diesem Grund habe der Wirtschaftsförderverein vor ein paar Monaten ja dessen eigene Mitglieder angeschrieben und Werbung für die Installation der Freifunk-Router gemacht.

Sicherheitsbedenken stehen im Weg

 Dass es bislang trotzdem noch nicht geklappt hat, für sämtliche Geräte einen Standort zu finden, erklärt sich Gotthardt damit, dass so manch einer vielleicht noch Sicherheitsbedenken hat, am firmeneigenen Internetanschluss auch einem Freifunk-Router zu betreiben. wk

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