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Nichts als Ärger in Obenkirchen

Schaufenster von Tattoostudio eingeworfen Nichts als Ärger in Obenkirchen

Gut zehn Jahre lang hat Michael Pabst in Rolfshagen ein Tattoo-Studio geführt. Jetzt hat er sich vergrößert und dafür leer stehende Räume an der Neumarktstraße in Obernkirchen angemietet.

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Ein Traum wird wahr

Audienz beim Pabst nentn sich das Studio in der Neumarktstraße. Es ist deutlich zu sehen: Sonntag wurde die Scheibe zerschlagen.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Doch einen Monat nach der Eröffnung überlegt Pabst, ob er die Bergstadt nicht wieder verlässt: Zweimal wurden ihm die Schaufensterscheiben zerstört.

Der erste Vorfall ereignete sich noch vor der Neueröffnung. Abends hatte er die Werbung im Schaufenster aufgehängt, doch als er am Morgen danach um 10 Uhr die Geschäftstür aufschließen wollte, lag in der Seitenscheibe ein Stein. Pabst hat Anzeige erstattet, sonst zahlt die Versicherung nicht. Angaben zu einem möglichen Täter konnte er bei der Polizei nicht machen: „Es steht ja kein Name auf so einem Stein“, sagt er lapidar.

Zwei Wochen lang war Ruhe, ehe ihn morgens der Obermieter über dem Studio mit einer Toastbrottüte empfing. Ihr Inhalt: ein Stein. Den hatte ein Unbekannter in der Nacht, um genau 0.44 Uhr, gegen die Scheibe geworfen, doch außer ein paar Kratzern gab es keine Schäden. Der Obermieter hatte den Krach gehört und das Fenster aufgerissen, aber es war niemand mehr zu sehen.

Pabst hatte die Räumlichkeiten in Obernkirchen angemietet, weil er zusammen mit einer Kollegin außer einem Tattoo-Studio auch Piercing anbieten wollte. Und dafür hätte der Platz in Rolfshagen nicht ausgereicht, schließlich müssen beide Dienstleistungen aus hygienischen Gründen in getrennten Räumen ausgeführt werden.

Den letzten Angriff auf seine Scheibe, hat Pabst nicht angezeigt. „Es hatte ja auch niemand etwas gesehen“, aber in den nächsten Nächten hat er mit seiner Piercing-Kollegin zusammen Wache gehalten in den Räumen an der Neumarktstraße. Passiert ist nichts.

In der Nacht zum letzten Sonntag folgte der nächste Anschlag. Papst fand morgens ein riesiges Loch in seiner Schaufensterscheibe. Sie war mit Gewalt eingeschlagen worden, und im Hauseingang hatte der Täter eine ätzende und übel riechende Substanz ausgeschüttet, die auch Tage später noch ihren Geruch durch die Räumlichkeiten wabern ließ. Die Anzeige erfolgte pflichtgemäß, doch große Hoffnung, dass der Täter entdeckt wird, hat Pabst nicht.

Jetzt will er sich an Bürgermeister Oliver Schäfer wenden: Könnte sich die Stadt nicht an einem Gitter oder an Rollläden beteiligen, denn 500 Euro pro Monat für neue Scheiben, so Pabst, „die sind nicht drin, schließlich ist das ein Hobby“. Er hofft, dass die Stadt ihm ein bisschen entgegenkommt, denn schließlich müsse man seines der Verwaltung auch Interesse daran haben, dass er das Studio an der Neumarktstraße weiterführe. Denn tätowieren, so meint er, kann man schließlich überall. Über mangelnde Kunden kann er sich nicht beschweren. „Meine Auftragsbücher sind gut gefüllt.“ rnk

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