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Nichts als heiße Luft

Nächtlicher Lärm bei Ardagh Nichts als heiße Luft

Ein lärmendes Ventil auf dem Gelände des Glasherstellers Ardagh in Obernkirchen hat die Anwohner am frühen Freitagmorgen geweckt. Bei dem Vorfall sei aber nur reiner Wasserdampf ausgetreten und keine Gefahr für Mensch oder Natur entstanden.

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Beim Glashersteller Ardagh machte ein Ventil viel Lärm um nichts.

Quelle: John Alleweldt

OBERNKIRCHEN. "Über 40 Anrufer haben sich bei uns wegen des Lärms gemeldet", sagt Matthias Auer von der Polizei Bückeburg. Einsatzkräfte von Polizei oder Feuerwehr seien nicht vor Ort gewesen. Die Ursache für die nächtliche Störung sei ein defektes Regelventil der Dampfturbine gewesen, die für die Stromerzeugung im Glaswerk zuständig ist. "Der unvorhergesehene Ausfall des Reglers führte dazu, dass um 3.50 Uhr ein extra für solche Fälle eingebautes Ventil ausgelöst wurde", erklärt das Unternehmen gegenüber der Presse.

Trotzdem sorgte das Geräusch für Besorgnis und Verwunderung. Bewohner liefen zusammen, in Gelldorf gab es eine kleine Versammlung, und das Rätselraten war groß: Was verursachte in der Nacht zu Freitag solche beinahe außerirdisch klingenden Geräusche, und was bedeuteten sie?

Defektes Regelventil in der Dampfturbine

Andreas Kehne ist Werkleiter bei Ardagh Obernkirchen und beruhigt: Es habe keinerlei Gefahr bestanden, die Situation habe man im Griff. Den ganzen Morgen lang habe er schon Anrufe bekommen, so Kehne. Eine offizielle Stellungnahme zusammen mit der Erklärung gab es schließlich am Freitagvormittag über die Pressestelle von Ardagh. Die Ursache für den Lärm war ein defektes Regelventil in der Dampfturbine, die für die Stromerzeugung im Werk sorgt. Dieses Regelventil sei unvermittelt ausgefallen, was dazu geführt habe, dass um 3.50 Uhr ein Ventil ausgelöst worden sei, das genau für solche unvorhergesehenen Fälle eingebaut wurde. Über dieses Ventil trat Dampf auf, was das laute Geräusch verursacht habe. Der Dampf, so das Unternehmen weiter, sei reiner Wasserdampf gewesen, also „für Mensch und Natur absolut unbedenklich“.

Mitarbeiter sofort zur Stelle

„Das kann man sich wie bei einem Dampfdrucktopf zu Hause vorstellen“, versucht Kehne auf telefonische Nachfrage, zu verdeutlichen. Da gebe es schließlich oben am Griff auch ein Druckventil. Die Mitarbeiter seien „sofort zur Stelle“ gewesen und hätten mit der Suche nach den Ursachen für den Lärm begonnen, so Kehne. Um 5.15 Uhr haben sie die Ursache ausfindig machen und die Lärmquelle beseitigen können. Mittlerweile sei das Problem vollständig gelöst. Das defekte Ventil werde nun ersetzt. Dabei handelt es sich laut Werkleiter Kehne um eine Routine-Arbeit – ein defektes Ventil könne schließlich mal vorkommen.

„Wir möchten uns bei allen Nachbarn und allen, die durch den Lärm gestört wurden, aufrichtig entschuldigen“, so Kehne. „Unsere Kollegen im Werk haben alles Erdenkliche dafür getan, dass der Defekt möglichst schnell beseitigt ist.“ Am Ardagh-Standort Obernkirchen sind derzeit rund 280 Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland betreibt Ardagh acht Glaswerke. mld/geb

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