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Obernkirchen Stadt Noch Entwicklungspotenzial
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Noch Entwicklungspotenzial
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13:02 11.03.2018
Mit „großem Bahnhof“ wurden im Jahr 2008 die Dino-Fährten präsentiert. Quelle: tol
Obernkirchen

Für die Besucher wurden Stege und Plattformen eingerichtet, sie gehören zu einem vier Kilometer langen Info- und Lehrpfad, der zu Dinosauriern, Steinkohlebergbau auf dem Bückeberg und den Obernkirchener Sandstein informiert. Ein Jahrzehnt später ist Fritz Klebe mit der Gesamtlage „durchaus zufrieden“, wie der Leiter des Landkreis-Hochbauamtes betont.

Die Dino-Fährten würden „verhalten“ beworben, meint er und aus Sicht des Landkreises ist das auch ganz gut so, sagt Klebe und verweist auf die Gesamtlange: Dort oben auf dem Bückeberg liegt das jbF-Centrum, dort wird Sport betrieben, dort wird Stein abgebaut. Es muss zueinander passen, und wenn die Busse voller Touristen kommen würde, die nach dem Besuch bei den Fährten noch Kaffee und Kuchen wünschen, dann würde es wohl nicht mehr passen. Zumal, ergänzt Klebe, dort oben ja auch noch Wald ist, mit seinen Bewohnern. Klebe spricht daher von einer „potenziellen Konfliktlage.“

Authentisches Erlebnis statt Hauch von Disney

Und: Man wolle ja auch keine Konkurrenz zum Dino-Park Münchehagen aufbauen, wobei auch Klebe gleich auf den durchaus unterschiedlichen Ansatz verwiest: Während Münchehagen mit großen Dino-Figuren eine Hauch Disney versprüht, gibt es auf dem Bückeberg „ein authentisches Erlebnis“, sagt Klebe, „und das ist in diesem digitalen Zeitalter ja auch etwas besonderes.“

Eine zweite Stufe bei den Dino-Fährten, sagt Klebe, sei nicht ausgeschlossen und meint damit eine Zusammenarbeit mit größeren Partnern, die inhaltlich passen würden, wie etwa den Natur- und Geopark Terra Vita nahe Osnabrück, wo sich bestaunen lässt, was uns die letzten 300 Millionen Jahre äußerst bewegter Erdgeschichte hinterlassen haben: Auffaltung und Erosion, Überflutung und Vergletscherung, Wüstenklima oder Permafrost – ganze Lebenswelten gingen unter und Neue wurden immer wieder hervorgebracht. Seit November 2015 ist Terra Vita einer von nur sechs deutschen Unesco Global Geoparks. Eine Zusammenarbeit mit einem derartigen Partner, so Klebe, würde noch einmal einen kräftigen Schub an Touristen hoch auf den Bückeberg spülen. Oder, andere Möglichkeit, eine Anerkennung als nationales Geotop für die Dino-Fährten, erklärt Klebe, ein Antrag sei ja gestellt, aber bis eine Entscheidung gefällt werde, könnten zuweilen Jahre vergehen.

Wieder "Tag des Geotops"

Kurz und gut, „für die Dino-Fährten gibt es durchaus noch Entwicklungspotenzial.“ Und immer mal wieder gebe es auf Landkreis-Ebene eine Einzelinitiative, wie jüngst die Forderung, doch den Blick ins Auetal mal wieder herzustellen, der schräg gegenüber vom einstigen Gasthaus Walter die Wanderer nach dem Aufstieg belohnte. „Wir sind da immer mal wieder dran“, erklärt der Leiter des Hochbauamtes und verweist auf einen letzten Punkt: Einen Besitzerwechsel habe es ja auch gegeben, der Steinbruch sei in andere Hände gekommen. Daher habe man im vergangenen Jahr auch den Tag des Geotops ausfallen lassen, in diesem Jahr soll er wieder stattfinden.

Und wer dann den Weg nach oben auf den Bückeberg und in den Steinbruch findet, der kann auf der Straße ein paar Hundert Meter weitergehen, denn dort findet er sich, der berühmte Blick auf das Auetal. Und einen Steintisch und Bänke gibt es dort auch, beim Förster-Ick-Blick. rnk