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Noch keine verwertbaren Informationen

Sexuelle Belästigung Noch keine verwertbaren Informationen

Eine Obernkirchenerin hatte auf der Facebook-Seite „Lebendiges Obernkirchen“ gepostet, dass sie an der Neumarktstraße am Montagabend „das zweite Mal von einem schwarzen Asylanten angesprochen“ und gefragt worden sei, ob sie mitgehen „und ein bisschen Spaß haben will mit ihm“.

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Auf ihren Eintrag in einer Facebook-Gruppe hin erhielt die Frau großen Zuspruch. Anzeige erstattete sie erst jetzt.

Quelle: Pixabay

Obernkirchen. Als sie verneint habe, habe der Mann sie am Arm gepackt und wollte sie mitziehen. Sie habe sich losreißen können und den Vorfall der Polizei gemeldet, wo man sie dann weggeschickt habe: Man könne leider nichts tun.

Das allerdings dementierte die Polizei am Dienstag: Die Frau habe keinen Kontakt mit der Polizei aufgenommen (wir berichteten).

Gestern gab es gegen Mittag einen neuen Eintrag der Obernkirchenerin: „Ich kläre das jetzt hier noch mal auf, ich bin nicht direkt nach dem Vorfall zur Polizei gegangen, weil ich erst mal unter Schock stand und mich sammeln musste, deshalb hab‘ ich mir danach ein Taxi gerufen und bin nach Hause gefahren. Aber mittlerweile ist Strafanzeige gestellt, und das wird bei Nachfrage die Polizei auch sicher bestätigen.“ Des Weiteren sei es ihr vor allem darum gegangen, ihre Mitmenschen zu warnen – Hautfarbe oder Ethnie des Belästigers würden keine Rolle spielen.

Verdacht der Nötigung

Axel Bergmann ist bei der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und erklärt: „Nachdem die Beamten der Polizeidienststelle Obernkirchen von dem Facebook-Post erfahren hatten, wurde die Frau am Dienstag aufgesucht, um mit ihr den Sachverhalt zu klären. In diesem Gespräch konnten keine verwertbaren Informationen erlangt werden.“ Am Mittwoch habe die Frau eine Anzeige in Obernkirchen erstattet. Es bestehe der Verdacht einer Nötigung.

Vor dem Erstatten der Anzeige hätten die Polizeibeamten schon Umfeldrecherchen betrieben, so Bergmann. „Als ein Ermittlungsergebnis kann festgehalten werden, dass die zurzeit in Obernkirchen wohnenden Asylsuchenden aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht infrage kommen.“

Ähnliche Vorfälle auf Facebook berichtet

Unsere Redaktion hatte der Obernkirchnerin am Mittwoch und Donnerstag schriftlich angeboten, sich zu melden und ihre Version des Vorfalles zu erzählen; bislang ohne Reaktion. Auf Facebook erhielt sie großen Zuspruch von Nutzern, die von ähnlichen Vorfällen berichteten.

Durchaus erstaunt nahm Bürgermeister Oliver Schäfer eine Vermutung zur Kenntnis, die er in derselben Facebook-Gruppe nachlesen konnte: Er habe nach einem Artikel unserer Zeitung wohl Druck auf die Polizei ausgeübt, damit die Beamten diesen Vorfall aufnehmen und untersuchen.

Natürlich habe er in seiner Eigenschaft als Bürgermeister nicht bei der Polizei vorgesprochen, so Schäfer. Auf die Frage, ob er überhaupt Kontakt zur Polizei gehabt habe, fiel die Antwort kurz und knapp aus: „Nein.“ rnk

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