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Krainhagen braucht ein neues Weihnachtsgewächs O Tannenbaum ...

Das Ende des Jahres ausgesetzte Ausbessern (Neudeutsch: Patchen) der Straßen im Bergdorf soll in Kürze wieder aufgenommen werden. Zudem möchte der Krainhäger Ortsrat in der Dorfmitte einen neuen kleinen Weihnachtsbaum als Ersatz für den zu groß gewordenen pflanzen – und verzichtet im Übrigen auf fast 500 Euro, die er aus dem alten Jahr eigentlich mit nach 2015 rüber retten dürfte.

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Am Krainhäger Tannenbaum hängen noch immer die silbernen Christbaumkugeln. Ortsbürgermeister Thomas Mittmann hat sie aufgehängt, bekommt sie aber nicht mehr runter - der – die Tanne ist zu groß geworden.

Quelle: tw

Krainhagen. Begründung von Ortsbürgermeister Thomas Mittmann: „Wir haben dank unseres Ortsbeauftragten Matthias Konczak 2014 in Krainhagen viel erreicht und außerdem gut gewirtschaftet.“

 Zur Sprache gekommen ist all das und noch einiges mehr bei der jüngsten Zusammenkunft des „Ortsparlaments“, das sich unter der Regie Mittmanns Dienstagabend im Feuerwehrgerätehaus getroffen hat.

 Der Reihe nach: „Krainhagen und Röhrkasten standen Ende des Jahres als Letzte auf der To-do-Liste der Fachfirma – als der Winter kam und dem Patchen auf den Gemeindestraßen ein jähes Ende setzte“, berichtet Andreas Jasper. Der Stadtkämmerer: „Sobald wir auch nachts Temperaturen haben, die nicht unter plus acht Grad Celsius liegen, geht es mit den Arbeiten weiter.“ Hat die Firma die gröbsten Löcher und Risse geflickt, rückt im Nachgang der Patcher der Stadt an und erledigt den Rest. „Weil das Gerät so gut arbeitet, wollen wir den Patcher künftig voraussichtlich alle zwei bis drei Jahre los schicken“, sagt Jasper.

 Der Zustand der Krainhäger Straßen und die Güte der Arbeiten sollen etwa fünf Jahre lang beobachtet werden. „Danach“, so der Kämmerer, „sollen die Straßen dann einen neuen Oberflächenaufbau zwischen einem Zentimeter und acht Zentimetern Stärke erhalten“. Wer „die Straßen“ konkret sind, das soll später gemeinsam mit dem Ortsrat Krainhagen festgelegt werden.

 Apropos Straßen: In Sachen „Lärmschutzaktionsplan“, der für Teile von Obernkirchen und Gelldorf derzeit öffentlich ausgelegt wird, besteht aus Sicht der Verwaltung für das Bergdorf kein Handlungsbedarf. Laut Jasper endet das vom Plan erfasste Gebiet an der Waldkante oberhalb der Rintelner Straße; das ist der Teil, der noch am nächsten an Krainhagen liegt. Erfasst werden zudem nur Straßen ab 8000 Fahrzeugen aufwärts, eine Tagesbelastung, die keine der Straßen in Krainhagen hat. Außerdem haben die Bergstadtpolitiker aus finanziellen Gründen darauf verzichtet, die Belastungsuntersuchung auch auf Kreis- und Gemeindestraßen auszudehnen. Allerdings: „In Krainhagen hört man die Fahrgeräusche sowohl von der Rintelner Straße als auch von der Autobahn deutlich“, merkt Ortsratsmitglied Hans-Willi Lutz (CDU) an.

 Stichwort Weihnachtsbaum: Bekanntlich hat das Rathaus angeregt, an zentraler Stelle in der Kernstadt und/oder den Ortschaften einen „lebenden Weihnachtsbaum“ zu pflanzen. Auf diese Weise soll der Bauhof vom teuren Auf- und Abbau der geschlagenen Bäume entlastet werden. Kein Thema für Krainhagen, sollte man meinen. Denn im Bergdorf gibt es bereits seit etwa zehn Jahren einen solchen lebenden Weihnachtsbaum an zentraler Stelle.

 Doch: „Dieser Baum ist inzwischen zu groß geworden“, sagt einer, der ihn Jahr für Jahr schmückt: Thomas Mittmann. Als der jetzige Sorgenbaum mal gepflanzt wurde, soll er eine Größe von etwa 1,20 Metern gehabt haben; inzwischen aber sollen es acht bis zehn Meter sein – genau gemessen hat’s niemand. Gleichwohl gilt: „Das Schmücken ist angesichts der Größe gefährlich geworden“, weiß Mittmann. Noch 2015 soll daher ein – kleiner – Ersatzbaum gepflanzt werden. Der aktuelle Baum könnte dann ein letztes Mal – geschlagen – das Zentrum Obernkirchens zieren, ehe er später, bar seiner sämtlichen Nadeln, vielleicht auf einem Osterfeuer endet.

 Stichwort Ortschaftsmittel: Einmal mehr soll Krainhagen 6700 Euro bewilligt bekommen; das ist fast die gleiche Summe wie 2014. Allein der größte Brocken, die Mittel zur Pflege der Gemeinschaft, sind von 3600 um 100 auf 3500 Euro reduziert worden. „Grund ist die geringfügig gesunkene Einwohnerzahl“, bedauert der Kämmerer. Für jeden seiner Einwohner erhält Krainhagen von der Stadt einen Betrag von 5,30 Euro zugesprochen.

 Unverändert bleibt auch das Budget, das im Bergdorf für Pflegearbeiten zur Verfügung steht. Der größte Einzelbrocken entfällt dabei außer auf die Straßen (6000 Euro) mit 5400 Euro auf den Sportplatz.

 Großzügige Geste: Auf Vorschlag der SPD verzichtet der Ortsrat darauf, das Geld, das aus dem Jahr 2014 noch übrig ist, auf 2015 zu übertragen; die CDU schließt sich an. Übrig sind 950 Euro, mitnehmen dürfte Krainhagen 50 Prozent, also 470 Euro. Geschenkt. tw

 Größere Wünsche haben die Abgeordneten für das aktuelle Jahr ohnehin nicht. Am Feuerwehrgerätehaus sowie am Kindergarten stehen noch kleinere Bauarbeiten an, die im Laufe des Jahres erledigt werden. Das war’s dann aber auch schon – und Mittmanns Bitte, „dass die Mittel für die Ortschaften nicht weiter reduziert werden“, hat die Stadt ohnehin entsprochen.

 Am Krainhäger Tannenbaum hängen noch immer die silbernen Christbaumkugeln. Ortsbürgermeister Thomas Mittmann hat sie aufgehängt, bekommt sie aber nicht mehr runter – die Tanne ist zu groß geworden. tw

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