Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Wer bietet 100000 Euro?

Käufer für Schlafhaus gesucht Wer bietet 100000 Euro?

Das bislang als Obdachlosenunterkunft der Stadt Obernkirchen genutzte alte „Schlafhaus“ in der Stoevesandtstraße 21 soll im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung gegen Höchstgebot verkauft werden.

Voriger Artikel
Ohne Tür und Wände
Nächster Artikel
Kart-Fahren ist „Schule fürs Leben“

Die Stadt Obernkirchen will sich von dem als Obdachlosenunterkunft genutzten, mit etwas mehr als 1500 Quadratmetern Nutzfläche aufwartenden Gebäude Stoevesandtstraße 21 trennen.

Quelle: wk

Obernkirchen. Darauf hat sich der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung verständigt. Zudem hat er den von der Verwaltung vorgeschlagenen Mindestpreis abgenickt, den die auf einem knapp 2600 Quadratmeter großen Grundstück stehende, etwas mehr als 1500 Quadratmeter Nutzfläche bietende Immobilie erzielen soll: 100000 Euro!

Sollte sich ein Interessent für das Objekt finden, würde die Veräußerung – so der Beschluss – allerdings unter dem Vorbehalt des Abschlusses einer Baukonzession für die Errichtung einer anderen Obdachlosenunterkunft erfolgen. Diese soll von einem Investor gebaut und dann von der Stadt Obernkirchen für einen Zeitraum von 25 Jahren (mit Verlängerungsmöglichkeit) angemietet werden. Außerdem steht der Verkauf unter dem Vorbehalt der Sicherstellung einer vorübergehenden Obdachlosenunterbringung bis zur Fertigstellung der neuen Unterkunft, längstens jedoch bis zum Februar 2017.

Zuschuss ist möglich

Darüber hinaus beinhaltet die beschlossene Ausschreibung den Hinweis, dass dem Käufer bei Vorlage eines Nachnutzungskonzeptes für die Immobilie Stoevesandtstraße 21 ein „verlorener Zuschuss“ seitens der Stadt Obernkirchen gewährt werden kann. Über dessen Höhe (maximal 30 Prozent des Kaufpreises) entscheidet der Verwaltungsausschuss. Sollte der Erwerber mit der Realisierung des zwischen den Vertragsparteien abgestimmten Konzeptes jedoch nicht innerhalb von drei Jahren beginnen und dies nicht innerhalb von fünf Jahren umsetzen, muss der Käufer die erhaltene finanzielle Zuwendung an die Stadt zurückerstatten.

„Was die Zukunft dieser Immobilie angeht, sind wir noch nie so weit gewesen wie heute“, betonte Bürgermeister Oliver Schäfer bei der Ratssitzung. Ferner informierte er, dass das Objekt Stoevesandtstraße 21 nicht wirtschaftlich als Obdachlosenunterkunft betrieben werden kann, weshalb dieses gegen Höchstgebot verkauft werden soll. Nach Rücksprache mit dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Schaumburg sei hinsichtlich der Festsetzung des Mindestgebotes der Bodenrichtwert zugrunde gelegt worden. Dieser betrage laut Bodenrichtwertkarte in diesem Fall 42 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche, in Summe also 107604 Euro. Hinzuzurechnen sei der Gebäudewert. Da die Verwaltung im Jahr 2008 noch von einem Abriss des „Schlafhauses“ ausgegangen sei, bei der jetzt anstehenden Veräußerung indes von einem Erhalt des Backsteinbaues ausgegangen werde, sei hier zumindest der Buchwert des Gebäudes (ein Euro) anzusetzen. „Unter Abwägung aller Interessenlagen“ habe die Kämmerei daraufhin das genannte Mindestgebot in Höhe von 100000 Euro vorgeschlagen.

„Wir sind froh, dass in diese Gebäude-Angelegenheit Bewegung kommt“, unterstrich Jörg Hake, der Vorsitzende des Obernkirchener SPD-Ortsvereins. Denn die Stadt sei aufgrund ihrer Haushaltssituation finanziell nicht in der Lage, das alte „Schlafhaus“ zu sanieren.

Zweifel an der Attraktivität der Verkaufsofferte meldete dagegen Michael Dombrowski von den Grünen an: Ob sich ein Erwerber darauf einlässt, zunächst mindestens 100000 Euro „für diese Bude, die eigentlich abrisswürdig ist“, zu zahlen, um später gegebenenfalls bis zu 30 Prozent des Kaufpreises in Form des beschriebenen Zuschusses zurückzuerhalten, sei die Frage. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr