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„Obernkirchen hilft!“ gegründet

Netzwerk für Flüchtlinge „Obernkirchen hilft!“ gegründet

In der Bergstadt hat sich ein Netzwerk für Flüchtlinge gegründet. Es nennt sich „Obernkirchen hilft!“, wird von Andreas Hofmann koordiniert, besteht bereits aus 15 Privatleuten – und wächst weiter.

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Freiwillige der ersten Stunde: Sie haben in der Roten Schule das Netzwerk „Obernkirchen hilft!“ geknüpft.

Obernkirchen. In anderer Funktion ist Hofmann vielen als Ortsbürgermeister von Gelldorf und Lokalpolitiker bekannt.

Beim Info-Abend der Stadt zur Situation der Flüchtlinge will sich das Netzwerk am Mittwoch, 21. Oktober, in der Aula der Grundschule ab 18.30 Uhr erstmals den Bürgern vorstellen. Die Redaktion hat bereits vorab mit Hofmann gesprochen.

Dabei wird klar: Die Zahl der möglichen Aufgaben und Arbeiten ist Legion. „Nach einem lockeren Ersttreffen in der Roten Schule Anfang September haben wir uns beim Wiedersehen im Dorfgemeinschaftshaus Vehlen jetzt Ziele gesetzt“, berichtet Hofmann. Damit sei der Zusammenschluss so weit, dass er nun an die Öffentlichkeit gehen kann. Was dem Koordinator dabei zunächst am Herzen liegt: ein Spendenkonto zu schaffen, auf dem Privatleute und Stiftungen Geld speziell für die Flüchtlingshilfe in Obernkirchen einzahlen können: „Sollte das bei der Stadt nicht möglich sein, haben wir bereits die Zusage der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, dass es mit dem Konto dort klappt“, so Hofmann.

Er selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke von den Flüchtlingen zu Einrichtungen der Bergstadt und des Landkreises zu schlagen. Außerdem sollen die Vereine dazu bewegt werden, ihre jeweiligen Angebote mit Blick auf die Asylsuchenden untereinander zu vernetzen. Deutsch-Unterricht:

Die Ehrenamtlichen von „Obernkirchen hilft!“ geben den Flüchtlingen Deutsch-Unterricht. Der findet speziell für Deutsch-Anfänger jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Gelldorf statt. „Dafür“, sagt Hofmann, „wurden eigens ein Projektor und eine Schultafel beschafft.“ Zeitgleich werden weitere Flüchtlinge im Obernkirchener Gemeindezentrum Rote Schule unterrichtet. Ganz neu: „Ab Montag, 19. Oktober, unterrichten wir die Asylsuchenden im Jugendzentrum erstmals in Kommunikationstechnik“, so der Gelldorfer. Übersetzer-Pool:

Während die Ehrenamtlichen, die den Flüchtlingen Deutsch-Unterricht erteilen, zahlenmäßig bereits gut aufgestellt ist, steckt der Pool von Übersetzern noch mitten im Aufbau: „Gebraucht werden im Wesentlichen Menschen mit guten Arabisch-, Serbisch- und Russisch-Kenntnissen“, erklärt Hofmann. Konkret geht es um die Hilfe beim Übersetzen von Amtsformularen, Schulbuchlisten sowie dem Schriftverkehr im Vorfeld von Klassenfahrten. : Helferteam

Aufgaben eher allgemeiner Natur hat sich das Helferteam gestellt: Es begleitet die Flüchtlinge bei Behördengängen und koordiniert Werkstattdienste. „Gebraucht“, so Hofmann, „werden Menschen, die unentgeltlich ein Fahrrad, einen Fernseher oder ein Radio reparieren können.“

Des Weiteren wird von Einzelnen im Netzwerk an einem Spezial-Stadtplan von Obernkirchen gearbeitet, der jedem einzelnen Flüchtling in die Hand gedrückt werden soll und der mit Hilfe von Piktogrammen leicht verständlich zeigt, wo sich Ärzte, Apotheken, Kindergärten, Schulen und vieles mehr befinden.

Das Netzwerk „Obernkirchen hilft!“ steht jedem Bürger, der sich einbringen möchte, offen. „Es nimmt und lagert aus Mangel an Platz aber ausdrücklich keine Sachspenden“, betont der Koordinator. Fernziel des Zusammenschlusses ist es, eines Tages auch den einen oder anderen Flüchtling für die Mitarbeit zu gewinnen – und sei es nur, dass er den Ehrenamtlichen bei deren Treffen etwas über die Kultur seiner Heimat erzählt. Kontakt:

Andreas Hofmann, Telefon (0151) 42352986, E-Mail andreas@hofmann4u.de. Das nächste und dann dritte Treffen von „Obernkirchen hilft!“ ist für Dienstag, 3. November, ab 19 Uhr, geplant. Es findet – möglicherweise – in der Info-Galerie an der Friedrich-Ebert-Straße statt; der konkrete Ort wird aber noch bekannt gegeben. tw

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