Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Oktoberfest: Nach diesem Wochenende ausverkauft?

Obernkirchen / Ankündigung Oktoberfest: Nach diesem Wochenende ausverkauft?

Erinnert sich noch jemand an den Bayerischen Abend? Nach Schaumburger Art? So hieß der Vorläufer, der vier Mal am Rande des Barbarossa-Markts ausgerichtet wurde. Dann gab es Randale mit einer ungebetenen Besuchergruppe und zwei Jahre Pause, anschließend wagte Jörg Nitsche mit seiner Ehefrau Michaela und zwei weitern Ehepaaren einen Neuanfang – oben in der Liethhalle.

Voriger Artikel
Wind – Neue Zugkraft für die Bahn
Nächster Artikel
8000 dürfen wählen

So war es in den letzten Jahren, so wird es auch im nächsten Monat sein: Schon bei den ersten Liedern hält es in der Liethhalle niemanden mehr auf seinem Platz. © Archiv/wk/rnk

Obernkirchen (rnk). Und fast von Anfang an war da Oktoberfest immer ausverkauft. Und wenn Nitsche jetzt auf der Pressekonferenz erklärt, dass er das Grinsen kaum aus seinem Gesicht bekommt, hat dies zwei Gründe: Nicht etwa, dass das Fest am 17. September wieder ausverkauft ist, nein, es ist so früh ausverkauft wie noch nie. Am Wochenende, da ist sich der Organisator sicher, gehen die letzten Tickets weg.

Und so ist die Pressekonferenz mit Sponsoren und Partnern eigentlich eher ein letzter Weckruf: Wer jetzt nicht zugreift, der könnte Pech haben – und müsste am 17. September leider draußen bleiben. 80 Karten hat Nitsche noch, vielleicht kommen 15 oder 20 bereits reservierte Tickets wieder zurück, aber im Grunde ist der Vorverkauf beendet. Und hat nicht einmal die zweite Stufe der gestaffelten Preise erreicht – das, so Nitsche, gab es bisher noch nicht.

Natürlich könnte Nitsche die Zahl der rund 600 Besucher beim Oktoberfest noch einmal deutlich in die Höhe schrauben: Die Tische könnten enger gestellt und die Tanzfläche könnte deutlich kleiner ausfallen. Aber genau das ist ja der Punkt, sagt der Cheforganisator: Bei den anderen Oktoberfesten, da spielt sich alles an den Tischen ab, aber in Obernkirchen, da steht die Tanzfläche im Mittelpunkt, da kann jeder Tropfen des Gerstensaftes sofort wieder ausgeschwitzt und jede Brezel-Kalorie weggetanzt werden.

Apropos Bier: Die Maß wird bei 6 Euro liegen, rund 4 Euro unter dem auch noch schlechter eingeschenkten Original auf der Münchener Wiesn. Cocktails wird es weiterhin nicht geben, weil sie nicht so recht in den Rahmen eines zünftigen und kernigen Festes passen.

Änderungen wird es auch geben: zuerst bei der Band. Zweimal spielten die Power-Frauen von den „Bayerischen Hiata-Madln“ mit ihrem Quotenmann auf. Nitsche hätte sie auch gerne weiter genommen, schließlich standen die ersten Gäste schon beim ersten Lied auf den Tischen, aber er hat beim Telefongespräch mit der Agentur mal vorgefühlt: „Habt Ihr noch eine derartige Stimmungsband, genauso gut, aber vielleicht doch ein bisschen anders?“

Die Agentur hatte: Die „Wiesnkönige“, die jetzt kommen, spielen und spielten im Hofbräuhaus und auf der Wiesn. Nitsche will den Auftritt der bajuwarischen Power-Männer mit ihrer Quotenfrau an den „Bayerischen Hiata-Madln“ messen: Erreicht er diese Qualität, dann könnte es künftig auf einen jährlichen Wechsel hinauslaufen: Einmal spielen die Mädels, einmal die Buben.

Das Obernkirchener Erfolgsmodell mit der großen Tanzfläche trägt auch, weil Nitsche eine Menge Sponsoren hat, von der Schaumburger Brauerei über den Marktplatz Schaumburg und ein Anzeigenblatt bis hin zur Sparkasse, sonst könnte er zu diesen Preisen nicht am Markt agieren: „Dann müssten wird 16,17 Euro Eintritt nehmen – und dann wäre sicherlich nicht garantiert, dass das Fest ausverkauft ist.“ Und in einer halb leeren Halle will ja auch niemand feiern.

Die Stimmung wird wie immer, also super, denn 80 Prozent der Besucher sind Stammgäste. Das Rott Lieth hat 75 Karten bestellt, 36 Gäste kommen mit eigenem Bus aus Lindhorst, auch aus Bückeburg und Stadthagen wird der eine oder andere kommen, aber das Gros der Feiernden stammt aus der Bergstadt. Und das ist auch okay so, sagt Nitsche, denn das Oktoberfest sei in erster Linie eine Veranstaltung von Obernkirchenern für Obernkirchener.

Die wissen das zu schätzen, „Mitte August schon ausverkauft“, sagt Nitsche und das Lächeln erreicht beinahe die Ohren, so breit fällt es aus. Und die Besucher selbst, die sind ja auch Spitze: „Das ist ein richtig geiles Silberhochzeitspublikum – die räumen sogar das Geschirr ab.“

Noch gibt es Karten für 8 Euro, ab dem 1. September kosten sie dann 10 Euro – aber das ist, wie erwähnt, nur noch eine theoretische Möglichkeit. Bestellt werden können die Karten unter der Tickethotline der Sparkasse Schaumburg: (0 57 24) 82 69.
Angst hat Nitsche nur vor dem Urlaubsende: Dann kommen noch ein paar Gruppen zurück, die bislang immer mitgefeiert haben, aber dieses Jahr noch keine Karten bestellt haben. Der Cheforganisator ist sicher: „Das gibt einen Riesenaufschrei, wenn dann alle Tickets schon weg sind.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg