Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Pläydoyer für umsetzbare Ziele

WIR-Ortsgruppe stellen ihr Programm vor Pläydoyer für umsetzbare Ziele

Mit zwei Kandidaten möchte die Ortsgruppe der „Wählerinitiativen in der Region (WIR) für Schaumburg“ bei der am 11. September anstehenden Kommunalwahl in den Obernkirchener Stadtrat einziehen. Um ein entsprechendes Mandat bewerben sich der Diplomkaufmann Bernd Kirsch, der dem Rat bereits seit 2007 angehört, sowie der gelernte Bäcker Michael Aye, der „WIR“ erst vor rund drei Monaten beigetreten ist.

Voriger Artikel
Gut gereimt und politisch korrekt
Nächster Artikel
Grundschule mit Fragezeichen

Kandidieren beide für einen Sitz im Obernkirchener Stadtrat: Bernd Kirsch (links) und Michael Aye von der WIR-Ortsgruppe.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. „Wir setzen uns Ziele, die auch realistisch und umsetzbar sind“, sagt Kirsch mit Blick auf ihr Wahlprogramm. Wenn man ein Vorhaben verwirklichen will, müsse man auch sagen, wie dies finanziert werden kann.

An konkreten Projekten, für die Aye und er sich auf lokaler Ebene einsetzen wollen, nennt Kirsch unter anderem den von der Freifunk-Initiative Obernkirchen angeschobenen Ausbau eines freien WLAN-Netzes im Stadtgebiet, um dadurch Beziehern geringer Einkommen die Möglichkeit zu bieten, kostengünstig im Internet zu surfen und um den Tourismus zu fördern. Unterstützen würde man aber auch ein etwaiges Freies-WLAN-Konzept der Stadt Obernkirchen.

Einsatz für die Arztpraxen

Ferner hat sich die WIR-Ortsgruppe vorgenommen, sich für den Erhalt der vorhandenen Arztpraxen einzusetzen: „Ungefähr drei Viertel der Ärzte in Obernkirchen könnten in Rente gehen“, verdeutlicht Kirsch das Problem. Als Lösungsansatz schlägt er die Einrichtung eines sogenannten Ärztehauses vor, indem mehrere unterschiedliche Arztpraxen ansässig sind. Diese könnten sich dann einen Teil des Personals (etwa für den Empfang) und eventuell auch spezielle Geräte (beispielsweise ein Röntgengerät) teilen, sodass der Betrieb der Praxen durch die Kooperation unterm Strich wirtschaftlicher sei.

Deutlich spricht sich die WIR-Ortsgruppe zudem für den Erhalt des Sonnenbrinkbades und die finanzielle Unterstützung dieses Freibades durch die Stadt aus, wobei deren Zuschüsse allerdings in einem „erträglichen Rahmen bleiben“ müssen. Zudem plädiert sie dafür, das von der Stadt aufgelegte Förderprogramm „Lebendige Innenstadt Obernkirchen“, mit dem den Leerständen in der Innenstadt entgegengewirkt werden soll, beizubehalten.

Weiter befürworten Kirsch und Aye die geplante Einrichtung eines Waldkindergartens. Überhaupt müsse weiterhin ein ausreichendes Angebot an Krippen-, Kindertagesstätten- und Hortplätzen vorgehalten werden, um Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Gemeinsame Gruppe mit der SPD im Stadtrat

Und nicht zuletzt regt Kirsch an, auch mal über die Schaffung von Mehrgenerationenhäusern nachzudenken, in denen mehrere Generationen – Einzelpersonen und Familien – zwar in getrennten Wohnungen, aber dennoch innerhalb einer Gemeinschaft unter einem Dach leben könnten. Die Verwaltung sollte einmal das Interesse der Einwohnerschaft abfragen und überlegen, welche Altimmobilien für solch ein Projekt infrage kommen könnten, empfiehlt er. Sollte man einen Investor finden, sei auch der Neubau solcher Mehrgenerationenhäuser eine Option.

Mit Blick auf die politische Arbeit der WIR-Ortsgruppe weist Kirsch noch darauf hin, dass er derzeit gemeinsam mit der SPD-Fraktion eine Gruppe im Stadtrat bildet. Unabhängig davon kandidiert er bei der bevorstehenden Kommunalwahl für einen Sitz im Kreistag.

Aye indes verrät zu seiner Person, dass er selbst schon früher politisch aktiv gewesen ist: Von 2012 bis 2014 hat er sich als Mitglied der SPD-Ortsgruppe Bad Eilsen sowie bei den Jusos (Jugendorganisation der SPD) engagiert. Bei der WIR-Ortsgruppe möchte er sich in der Bergstadt verstärkt den Themen Sport, Kultur, Schule, Soziales und Umwelt widmen. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg