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Plan machen und zu den Nachbarn gehen

Twegte muss erhalten bleiben Plan machen und zu den Nachbarn gehen

Eine Twegte, das ist ein Weg zwischen Hecken oder generell eine kleine Gasse. In der Bergstadt liegt die Twegte zwischen zwei Kreisstraßen.

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Links und rechts der kleinen Twegte können die Grundstücke mit dem Auto erreicht werden, in der Mitte nicht. Und dort soll jetzt auf einer wilden Wiese ein Bauprojekt durchgeführt werden.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Wie sie künftig genutzt werden kann und soll, das wird jetzt in den politischen Gremien beraten – und später mit den Anwohnern. Denn der Verwaltung liegt ein Antrag vor: Ein Eigentümer an der Neumarktstraße möchte im hinteren Bereich bauen, etwa in der Mitte des Bereiches, der von der Neumarktstraße und der Twegte sowie der Hoffmannstraße begrenzt wird. Dort sollen drei Wohnhäuser entstehen.

Die Lage ist ein bisschen kompliziert. Denn die geplanten Bauvorhaben liegen in zwei Bereichen, die der Bebauungsplan ausweist: im „Kerngebiet“ und im „Mischgebiet“. Zwei Wohnhäuser würden komplett und teilweise im Kerngebiet liegen, eines im Mischgebiet und damit an der Twegte. Dieses Haus wäre das einzige, das sich einfüge, meint die Verwaltung, aber es habe keine Anbindung von der Twegte. Und von der Neumarktstraße wäre die Zuwegung zu üppig, weil sie über 50 Meter lang wäre, würde der Landkreis diese nicht genehmigen. Auf Deutsch: Die beiden ersten Häuser dürften über einen Weg von der Neumarktstraße angefahren werden, das dritte nicht mehr.

Der Vorschlag der Verwaltung: Einen neuen Bebauungsplan aufstellen, der künftig im hinteren Bereich der Neumarktstraße hin zur Twegte Wohnbebauung ermöglicht. Das Grundstück selbst ist völlig verwildert, und beim Ortstermin des Bauausschusses waren sich die Politiker über die Fraktionen hinweg schnell einig, dass die Twegte weiterhin als schmale Verbindung für Fußgänger und Radfahrer erhalten bleiben müsse, aber zumindest von der Hoffmannstraße wäre eine Verbindung zu dem Baugrundstück möglich. Später wurde auch die Möglichkeit in die Runde geworfen, auf einem Privatgrundstück eine Wendemöglichkeit zu schaffen.

Wilhelm Mevert (SPD) sprach sich dafür aus, den Weg für innerstädtisches Wohnen freizumachen. Das Grundstück werde ja nicht mehr als Garten genutzt, damit habe man eine „neue Situation“. Und wenn man acht bis neun neue Wohneinheiten habe und den Verkehr über die Neumarktstraße abfließen lasse, dann sei das auch nicht „das Gelbe vom Ei“, meinte Mevert.

Den Charakter des Weges, auch in seiner historischen Bedeutung, möchte er schon erhalten, betonte Thomas Stübke. Das Mitglied der Grünen sprach sich später für die große Lösung aus: Einen Bebauungsplan aufstellen, damit in hinteren Bereich der Neumarktstraße bis zur Twegte Wohnbebauung möglich ist, alles vernünftig diskutieren, abwägen und den Beschluss fassen. Volker Wehmeyer schlug vor, einen Vorentwurf anzufertigen. Das sei nicht sehr teuer, und mit diesem Entwurf als Grundlage könne das Gespräch mit den Anliegern gesucht werden: „Damit gehen wir an die Nachbarn heran.“ So wurde es einstimmig beschlossen.

Geändert werden soll auch der Bebauungsplan für den Bornemannplatz, denn die Obernkirchener Stadtentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft möchte als neue Eigentümerin mehr Möglichkeiten für die Nutzung des ehemaligen Aldi-Marktes haben: Auch eine „soziale, kulturelle, gesundheitliche und sportliche Nutzung“ soll erlaubt sein. Bislang sah der Bebauungsplan nur Handel und Gewerbe vor, die erhalten bleiben. Der Rat hatte einst die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt, um Handel und Gewerbe in der Stadtmitte zu stärken und fördern.

Doch, so sieht es die Verwaltung heute, der hohe Anspruch, den Einzelhandel in der Innenstadt zu fördern und zu schützen, konnte nicht erfüllt werden. Also können künftig auch andere Nutzungen zugelassen werden. rnk

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