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„Platz der Begegnung“ für den La-Flèche-Park

Obernkirchen / Pläne „Platz der Begegnung“ für den La-Flèche-Park

Der La-Flèche-Park könnte eine Zukunft als Begegnungs- und Bewegungspark haben – insbesondere für Senioren der umliegenden Wohn- und Pflegeheime.

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Der „Platz der Begegnung“ – angelegt wie ein Amphitheater.

Quelle: aad/tw

Obernkirchen (tw). Maßgeblich dazu beitragen soll in einem ersten Schritt die Anlage eines Rondells, das von der Bauart an ein Amphitheater denken lässt – mit Sitzmöbeln, die besonders für Gehbehinderte geeignet sind und bis zu 30 Menschen Platz bieten. Entsprechende Pläne für das etwa 22000 Euro teure Projekt, das mit 18000 Euro aus Leader-Mitteln gefördert werden soll, hat Architekt Wolfgang Hein (aad Architekten, Obernkirchen) vorgestellt.

 Besagtes Rondell soll etwa in der Mitte eines neu anzulegenden und diagonal geführten Weges liegen und dort ein Etappenziel für jene Menschen sein, die die Steigung des Weges körperlich anstrengt. Durch seine Gestaltung soll der Bereich außerdem ein Ziel auch für alle anderen Besucher des Parks werden – wenngleich laut Hein an spezielle Kinderspielgeräte nicht gedacht ist.

 Im Einzelnen sieht die Gestaltung die Anlage eines kreisrunden gepflasterten Platzes mit einem Durchmesser von sieben Metern vor. Dieses Rondell soll eben in das Gefälle des Geländes eingearbeitet werden. An der Hangseite ist eine dreistufige Tribüne aus Sandsteinsockeln mit hölzerner Sitzauflage geplant. „Eingefasst werden soll das Rondell“, so der Architekt, „von einer 90 Zentimeter hohen Sandsteinmauer“. Im Bereich der Tribüne wird die mittlere Sitzreihe von eben dieser Mauer gebildet werden. Gegenüber der Tribüne soll eine große Lücke in der Mauer ausgespart bleiben, die den Zugang zum Rondell bildet.

 Der Plan sieht weiter vor, dass entlang der westlichen Mauer im Bogen Bänke aufgestellt werden, die speziell für ältere respektive gehbehinderte Menschen gedacht sind. Dort soll es außerdem möglich sein, Rollstühle oder Rollatoren zwischen den Bänken aufzustellen.

 „Damit der Sitzbereich im Schatten bleibt, können wir eine mit schnell wachsenden Rankgewächsen bestückte Pergola aufstellen“, sagt Hein. Im östlichen Teil des Rondells soll eine Sitzgruppe aus zwei gegenüber angeordneten Bänken und einem Tisch platziert werden. Dort könnten sich dann auch ganze Familien zum Picknick niederlassen.

 Die lehnenlosen Sitzauflagen im Bereich der Tribüne sollen dagegen eher dem „dynamischen Sitzen jüngerer Leute“ entgegen kommen, wie es heißt. Die stufige Anordnung der Reihen biete auch Gesangsvereinen eine Bühne für kleinere Auftritte.

 So weit die Pläne.

 „Eine sehr schöne Idee, das Ganze“, befindet Oliver Schäfer. Der Bürgermeister: „Die Bühne in der Mitte des Rondells wäre für Kleinkunst geradezu ideal.“ Rolf Bernd de Groot (SPD) ist überzeugt, „dass jeder Euro, den wir in den La-Flèche-Park stecken, gut angelegt ist“. Das habe das jüngste Parkfest mit seinen Besucherscharen gezeigt. Außerdem brauche gerade der angrenzende Sonnenhof alternative Freiflächen.

 „Ja, schön“, „aber Senioren stellen ihre Rollatoren in der Regel vor und nicht neben sich ab, wie es im Rondell vorgesehen ist“, gibt Horst Sassenberg (CDU) zu bedenken. Wilhelm Mevert (SPD) hält das ganze Projekt geradezu prädestiniert für eine Diskussion im Seniorenbeirat. Dessen Chef, Albrecht Stein, ist angetan, hat aber zwei Änderungsvorschläge: „Erstens könnte die im Rondell angedachte Pergola zum Problem werden, weil sie nur schwer einsehbar ist.“ Laut Schäfer könnte eine daneben platzierte Laterne aber Licht ins Dunkel bringen und so zwielichtige Gestalten vertreiben; um den Senioren die Angst zu nehmen, könne noch dazu das umliegende Buschwerk ausgedünnt werden. „Zweitens“, so Stein, „ist Holz als Sitzbelag nicht nutzbar, wenn es nass ist: Es macht die Kleidung schmutzig.“ Edelstahl sei die bessere Wahl.

 Das Projekt „Platz der Begegnung“ beinhaltet neben dem Rondell zwei weitere Komponenten:

 Die Neuanlage eines Weges zum Rondell, mit der Option, diesen Weg später nach Nordosten fortzusetzen. Dieser Weg wird dann den Park mit geringer Steigung diagonal durchqueren.

 Das Anfüllen der Mulde am südlichen Parkzugang an der Stiftsmauer auf das Niveau des Zugangs. Dadurch wird der einzige Zugang des Parks im Süden auch für Gehbehinderte nutzbar.

 Hintergrund: Der La-Flèche-Park hat in Nord-Süd-Richtung ein deutliches Gefälle. Die beiden Wege, die die Grünfläche vom Hauptweg im Norden erschließen, verlaufen quer zu den Höhenlinien und haben eine Steigung, die Rollstuhlfahrer oder stark Gehbehinderte nicht allein bewältigen können. Sie nutzen daher bislang nur den in West-Ost-Richtung verlaufenden Hauptweg.

 Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Regie Manfred Eßmann (SPD), hat den Plan für das Umgestalten des La-Flèche-Parks bei seiner jüngsten Zusammenkunft wohlwollend zur Kenntnis genommen. Einstimmig.

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