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Obernkirchen Stadt Pro Kopf 27 Cent
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Pro Kopf 27 Cent
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00:23 01.03.2018
Das Diagramm zeigt, woher die Ratsuchenden kommen.Repro:rnk Quelle: Repro: rnk
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OBERNKIRCHEN

Das „Basta“ ist eine unabhängige Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt und Beratungsstelle für Mädchen und Frauen in Krisensituationen jeder Art. Einzugsgebiet ist der gesamte Landkreis Schaumburg, und der Sitz ist in Stadthagen.

Zum einen hat das Mädchen- und Frauenberatungszentrum Mitte vergangenen Jahres einen Antrag auf einen Zuschuss für das Haushaltsjahr 2018 an die Stadt Obernkirchen gestellt. Zum anderen hat das Beratungszentrum sich und seine Arbeit bei einem der regelmäßigen Treffen der Bürgermeister im Kreishaus vorgestellt, erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer. Das „Basta“ sei ein mildtätiger Verein, der ratsuchenden Mädchen und Frauen sowie Angehörigen unter anderem Beratung und Unterstützung in Fällen von Isolation, Depression und Ängsten sowie in Entscheidungs- und Krisensituationen zusichert, so Schäfer. Die zu leistende Arbeit werde sowohl von aktiven Frauen, die als Vorstands- oder Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig seien, als auch von den angestellten Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle, die psychotherapeutisch geschult und im Präventionsbereich ausgebildet seien, getragen.

Um auch zukünftig das bestehende Angebot zu gewährleisten und darüber hinaus ausweiten zu können – etwa durch eine gewaltpräventive und sexualpädagogische Konzeptentwicklung –, werde um eine Zuwendung von 0,27 Cent pro Einwohner gebeten, erläutert der Bürgermeister der Bergstadt.

Bitte um höhere Zuwendungen

Das Zentrum bittet in diesem Jahr viele Kommunen: Könnt ihr die Zuwendungen erhöhen, damit wir die Leistungen ausbauen können? 2016 steuerte die Stadt Stadthagen über die Hälfte der Zuschüsse bei. Im Jahr 2017 hatte Obernkirchen die Arbeit des Mädchen- und Frauenberatungszentrums mit 500 Euro unterstützt. In den Vorjahren allerdings hatte es kein Geld gegeben, weil die freiwilligen Leistungen seit Ende der neunziger Jahre zur Haushaltskonsolidierung deutlich zurückgefahren wurden.

Wilhelm Mevert (SPD) enthielt sich später als Einziger, obwohl er „keine Probleme mit dem Antrag“ habe. Aber es handele sich um eine neue freiwillige Leistung, zudem handele es sich um eine Aufgabe des Landkreises. Auch die Berechnung nach Einwohnern schmeckte Mevert nicht sonderlich: Man solle sich doch bitte schön deutlich mehr an der Gesamtleistungsfähigkeit der Kommunen orientieren. Sollte wohl heißen: Wer viel hat, der gibt auch viel – und umgekehrt.

Eine Aussprache gab es nicht, nur Schäfer ergriff noch einmal das Wort: Auf Obernkirchen entfielen sechs Prozent der Bevölkerung, aber neun Prozent der Fälle, die bei „Basta“ anfielen.

Das letzte Wort hat nun der Rat. rnk

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