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Quietschbunte Wundertüte

Obernkirchener Wochen des Kindes Quietschbunte Wundertüte

An einem Tisch im Jugendzentrum der Bergstadt sitzt Susanne Veentjer. Vor ihr steht der aufgeklappte Computer – und sie gibt die 100. Veranstaltung für die kommenden „Obernkirchener Wochen des Kindes“ (Owoki) ein.

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OBERNKIRCHEN. „Das macht mir ein bisschen Angst“, sagt sie.

Das ist nachvollziehbar mit Blick auf das vergangene Jahr. Dort waren es 19 Vereine und Institutionen, die 92 Angebote einreichten. Jetzt sind es schon 100, und noch immer können sich Veranstalter melden und ihr Angebot vorschlagen. Meldeschluss ist erst am 27. März; was bis zu diesem Stichtag gemeldet wurde, wird auf dem Owoki-Plakat veröffentlich.

Es läuft also, aber ein Selbstläufer war die Owoki-Aktion noch nie – und sie ist es auch in diesem Jahr nicht. Wenn Veentjer ihre erste Mail an die Vereine und Institutionen schreibt und um Angebote bittet, dann erhält sie etwa zehn Vorschläge, mehr sind es nicht. „Nur zwei Vereine sind stets sofort mit Vorschlägen dabei“, erzählt die Sozialpädagogin der Stadt Obernkirchen: Dabei handelt es sich um die Bogenschützen Volksdorf und den Schienenbus.

Telefonieren und nachhaken

Also heißt es für sie dann: telefonieren und nachhaken. Manchmal hat in einem Verein der Vorstand gewechselt, und man will nicht mehr teilnehmen an der Owoki. Manchmal hat der Vorstand gewechselt und will daher dieses Mal mitmachen. Manchmal rennt sie offene Türen ein, „und sie freuen sich, wenn man sie anspricht“. So war es etwa beim TSV Krainhagen, der gleich sechs einstündige Schnupperkurse anbieten wird. Die Owoki bieten eben auch eine Plattform, auf der sich Vereine vorstellen und den Kindern und Jugendlichen ihr Programm und ihre Arbeit nahebringen können. Der Nachwuchs kommt heute nicht mehr von allein.

Viel Sport, viele kreative Angebote, so in etwa halbe-halbe, dazu Ausflüge und ein paar Klassiker: So lassen sich die Owoki 2017 zusammenfassen.

Was 1979 als „Obernkirchener Woche des Kindes“ (Owoki) begann, ist in den vergangenen Jahren ein sechswöchiges Programm für alle Altersgruppen, also auch für Jugendliche und für die gesamte Familie, geworden. Und es ist ein Programm, das viel Einsatz erfordert: Vier Monate benötige sie für die Planung, erklärt Veentjer.

Beliebte Hits sind wieder dabei

Die Ferienspiele finden über die gesamten Sommerferien statt. Von den altbewährten Klassikern über das Bauen einer Uhr bis hin zu Ausflügen und zur legendären Helgoland-Freizeit werden für Kinder und Jugendliche vielfältige Aktionen geboten, die den Sommer 2017 in Obernkirchen in schöner Erinnerung bleiben lassen sollen.

Da finden sich beliebte Hits wie der Reiterhof Ahnsen im Angebot, bei dem Veentjer nur anrufen muss und schon wird der Termin festgemacht. Es gibt Fahrradtouren, Gewässerkunde, Kräuterkunde, alles mit Erhard Vinke, dem ehemaligen Jugendpfleger. „Ist doch schön, wenn man erfahrene Leute im Hintergrund hat“, sagt die Sozial-Pädagogin; sie scheitere ja schon beim Kettenanlegen am Rad. „Aus den angesprochenen Vereinen“, erklärt Veentjer, „brauche ich einen, der sich auskennt, dann kann ich schon was machen.“

Anmeldungen ab dem 24. April möglich

Neue Angebote gibt es naturgemäß auch, das war in jedem Jahr so. Die Owoki-Aktion ist eben auch eine große, quietschbunte Wundertüte. Erstmals wird „LandArt“ angeboten, also vergängliche Kunst in und mit der Natur. Es gibt Kosmetik und ein Foto-Shooting, weil es in der Stadt jetzt ein Medienhaus gibt und dort eine Fotografin arbeitet, die kürzlich erst mit der Mädchen-AG erstklassige Fotos erstellt hat. Es sind genau diese Mitarbeiter, die für die Owoki benötigt werden: Fachleute, die wissen, was sie machen, aber auch nicht die Nerven oder den Überblick verlieren, wenn ein Dutzend Kinder und Jugendliche um sie herumwuselt.

Schlechte Nachrichten wird es auch geben, denn ein weiterer Klassiker wird wohl nicht angeboten: Das dreitägige Zeltlager im Sonnenbrinkbad wird wahrscheinlich ausfallen müssen, weil Veentjer dafür drei Leute fehlen, und ein weiterer, der zudem einen Rettungsschwimmerschein nachweisen kann. Sie selbst will alles ins Bad schaffen, was benötigt wird, und auch die Zelte würde sie mit eigener Hand aufbauen, aber mehr geht eben nicht. Drei Tage Betreuung, das ist einfach nicht drin.

Die Anmeldung für die Teilnehmer ist ab dem 24. April (nach Ostern) möglich. Unter www.Owoki.de können sich die Obernkirchener Familien online registrieren und sich ihr Programm zusammenstellen. Und zwar direkt von zu Hause aus. Lange Wartezeiten oder frühes Anstehen, um die besten Plätze bei den Owoki zu ergattern, gehören seit Jahren der Vergangenheit an.

Natürlich ist auch eine Beratung über die zur Verfügung stehende Unterstützung möglich. Dafür steht die Stadtjugendpflege während der Sprechzeiten montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und am Freitag von 12 bis 16 Uhr telefonisch unter (05724) 6889 sowie per E-Mail an sveentjer@obernkirchen.de zur Verfügung. rnk

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