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Obernkirchen Stadt Raptors wollen Kindern helfen
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Raptors wollen Kindern helfen
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00:21 24.03.2018
Ehre, wem Ehre gebührt: Olaf Quest (links) und Konstantin Ernst (rechts) werden vom Landessportbund Niedersachsen mit der Silbernen und der Bronzenen Ehrennadel für ihr Engagement im Verein ausgezeichnet. Nele Quest wird Sportlerin des Jahres. Quelle: leo
Obernkirchen

Oder aber das Mobiltelefon wurde geklaut“, stellt der Vorsitzende der Obernkirchen Raptors die Problematik dar. „Wenn das Kind dann auch noch Opfer einer Gewalttat geworden ist oder gemobbt und verfolgt wird, braucht es schnell Hilfe“, so Quest. Für solche Fälle wolle man in der Stadt sogenannte Schutzräume schaffen.

Die Idee habe man sich von einem Judoverein in Wiesbaden abgeguckt. „Wir fanden die Initiative dort sehr gut und wollen so etwas auch in Obernkirchen aufbauen. Schließlich haben wir als Verein eine soziale Verantwortung“, sagt Quest. Das Prinzip ist einfach: „In Geschäfte, deren Inhaber sich bereit erklären, bei dem Projekt mitzumachen, können die Kleinen jederzeit gehen. Dort wird ihnen geholfen, man schickt sie nicht weg.“ Angestellte könnten dann die Eltern, die Polizei oder den Rettungsdienst rufen. „Vor allem aber sind die Kinder dann erst einmal in Sicherheit“, erklärt der Vorsitzende.

Aufkleber in Geschäften verteilen

Kinder hätten oft Angst, sich Erwachsenen anzuvertrauen oder sie anzusprechen. „Deshalb haben wir uns überlegt wie man die Geschäfte, die mitmachen, kennzeichnen könnte. Wir wollen Aufkleber verteilen, die die Läden bei sich anbringen können“, erklärt Quest den Mitgliedern der Obernkirchen Raptors auf der Hauptversammlung. Die Volksbank-Filiale in Obernkirchen und der Nah- und Frischmarkt hätten bereits zugesagt, mitzumachen. Derzeit sei man dabei, weitere Partner zu werben.

Außer diesem neuen Projekt will der Verein demnächst einen Kurs zum Thema Sturzprophylaxe anbieten. Die Trainerinnen Diana Kolb und Natascha Mallach möchten dabei vor allem Menschen im Alter von 50 bis 70 zeigen, wie sich Stürze im Haushalt vermeiden lassen und was man beim Fallen beachten muss. „Mit dem Älterwerden nehmen auch die Stürze zu. Wir wollen Verletzungen mit unserem Training entgegenwirken“, so Kolb. Auch ein neuer Selbstverteidigungskurs sowie ein Judoprojekt in der Jugendhilfe stünden „in den Startlöchern“, sagt Quest stolz.

260 Medaillen gewonnen

In seinem Bericht ging Quest vor allem auf die Leistungssportbilanz des Vereins ein, die sich stark verbessert habe. 260 Medaillen im vergangenen Jahr könnten sich sehen lassen. Im Jahr 2016 hatten die Sportler 177 Medaillen gewonnen. Einen Zuwachs verzeichnen die Raptors auch bei der Mitgliederzahl. So seien derzeit 155 Mitglieder im Verein aktiv. „Das ist ein Plus von 22 Mitgliedern und ein Zuwachs von 16,5 Prozent“, rechnet Quest vor. Allein in der Judo-Sparte seien aktuell 108 und in der Muay-Thai-Sparte 48 Sportler aktiv, so der Vorsitzende. Quest zeigte sich zuversichtlich, die Mitgliederzahl in diesem Jahr noch steigern zu können.

Bei den Neuwahlen wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Konstantin Ernst einstimmig wiedergewählt. Oliver Harmening wurde als Kassenwart wiedergewählt. Nele Quest und Ayke Harmening wurden als Sportler des Jahres geehrt. Olaf Quest überreichte Michelle Schmal, Leon Quest und Kevin Meimbresse Urkunden für die zehnjährige Teilnahme am Judo. Sowohl Quest als auch Ernst wurden vom Landessportbund Niedersachsen mit Ehrennadeln für ihr hervorragendes Engagement im Verein geehrt. Quest bekam die Silberne und Ernst die Bronzene Ehrennadel überreicht. leo